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Kein Theater von der Stange: Riesige Nachfrage nach Weihnachtsmusical

Lauenburg Kein Theater von der Stange: Riesige Nachfrage nach Weihnachtsmusical

Alle wollen „Die kleine Meerjungfrau“ sehen, das neue Stück des Theaters Lauenburg.

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Jens Rahn (re.) von der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg hat Andreas Püst auch für die kommende Spielzeit wieder Unterstützung zugesagt.

Quelle: Ender

Lauenburg. Ansturm auf das Weihnachtsmärchen im Lauenburger Theater in der Heinrich-Osterwold-Halle: Die Nachfrage ist schon jetzt deutlich höher als in den vergangenen Jahren. In der nun achten Spielzeit erwartet Geschäftsführer Andreas Püst im Schnitt 300 Besucher pro eigener Theaterproduktion. Die Kreissparkasse sponsort ein weiteres Jahr mit einem vierstelligen Betrag.

„Bald wird es hier von Kindern wimmeln. So viele Schulklassen wie in diesem Jahr haben sich noch nie bei uns angemeldet“, freut sich Andreas Püst. Schon jetzt haben zwölf Klassen zugesagt und wollen das Weihnachtsmusical „Die kleine Meerjungfrau“ ansehen. Püst rechnet mit insgesamt 15 Schulklassen. Im Vergleich: In den vergangenen Jahren kamen insgesamt acht bis neun. Das Musical ist eine Eigenproduktion des Lauenburger Theaters frei nach Hans Christian Andersen. In diesem Jahr mit neuer Musik von Friedjof Bundel. „Ich bin gespannt wie das Stück in diesem Jahr klingt“, sagt Andreas Püst. Er werde die melancholische Handschrift von Eva Engelbach, die seit 2009 die Musik schrieb, vermissen. Da die etwa 100 jährlichen Produktionen komplett durch ehrenamtliches Engagement getragen sind, sei es verständlich, dass die Komponistin statt dessen einem bezahlten Auftrag im Hamburger Lichthoftheater nachgehen wird. Im Kern leiten Geschäftsführer Andreas Püst und Theaterpädagogin Edina Hasselbrink die Projekte des Hauses. Etwa ein Drittel der Veranstaltungen in der Osterwold-Halle kommen aus ihrer Feder. „Wir machen kein Theater von der Stange. Jedes Stück wird hier geprobt und hier zum ersten Mal gezeigt“, so Püst.

Ohne finanzielle Unterstützung würde das Theater allerdings nicht laufen. Anschaffungen, wie der neue Beamer, den Püst dem Hamburger Kino Abaton abkaufte, oder eine neue Technikanlage, die er sich für die Halle wünscht, kosten vierstellige Beträge. Zwei Bundesfreiwilligendienstler werden bezahlt. Die restlichen 20 Helfer machen das „für lau“. Sie stehen in ihrer Freizeit hinterm Tresen im Bistro. Andere spielen in Stücken mit: Insgesamt 16 Schauspieler zählt die Gruppe derzeit. Weitere 20 Jugendliche machen in der Theatergruppe des Jugendclubs mit. Niemand bekommt eine Gage. Nur durch den Getränkeverkauf wird die Kasse gefüllt. Der Eintritt ist noch wie vor frei. Der Hauptsponsor hat seine Förderung für das kommende Jahr nun wieder zugesichert. Seit Jahren fördert die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg das kleine Theater. „Es imponiert mir, was hier alles passiert“, sagt Jens Rahn von der Kreissparkasse. Die genaue Höhe der Sponsorenvereinbarung wollte er nicht nennen – weil kein Neid geschürt werden soll.

Jens Rahn war schon hier, als die Theatergruppe den Pachtvertrag für die Osterwold-Halle noch gar nicht unterzeichnet hatte. Das war vor 2012. Wenn er früher mit jetzt vergleicht, hagelt es Komplimente: „Das Theater ist in Lauenburg eine Marke geworden. Was Andreas Püst hier geschaffen hat, ist beachtlich. Das alles lebt von der Energie der Persönlichkeiten, die hier dahinter stehen.“

Das Programm

Im September begann die achte Spielzeit mit der Produtkion des Lauenburger Theaters „Tagebücher von Adam & Eva“. Das nächste unter Regie von Andreas Püst und Edina Hasselbrink geführte Stück „Residenz Altenfriede“ hat am Sonnabend, 15. Oktober, Premiere.

Weitere Premieren folgen am: Sonntag, 27. November, das Weihnachtsmusical „Die kleine Meerjungfrau“; Sonnabend, 31. Dezember, das Boulevardstück „Opa ist die beste Oma“ zur Silvestergala.

Im kommenden Jahr stehen ab Januar ein Stück des Jugendclubs zum Thema Frieden und ab Februar der Politthriller „Maria Stuart“ auf dem Programm.

Die Theatergruppe plant eine eigene kleine Tour im nächsten Jahr.

Stefanie Ender

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