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Lauenburg Keine Zerschlagung des Schulverbandes
Lokales Lauenburg Keine Zerschlagung des Schulverbandes
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18:34 11.01.2019
Die Verbandsschule Nordost, hier ein Bild aus früheren Jahren, soll mit der Grundschule in Schwarzenbek zusammengelegt werden. Quelle: Holger Marohn
Schwarzenbek

Die Schwarzenbeker Politik hatte beschlossen, die stadteigene Grundschule und die Grundschule des Schulverbandes Nordost zusammenzulegen. Doch so einfach wollen das Teile der Schwarzenbeker Politik nicht hinnehmen. Bereits zuvor hatte es heftige Proteste von Eltern gegeben.

In einer Mitteilung erteilen nun die Freien Wähler Schwarzenbek einer Zusammenlegung der beiden Schulen eine Absage. Stattdessen müsse die derzeit zusätzlich in Nordost untergebrachte Förderschule Centa-Wulf möglichst schnell in die leer stehende alte Realschule umziehen. Die dadurch wieder frei werdenden Räume könnten so dann ab Sommer für die neuen Erstklässler genutzt werden, so FWS-Vorsitzender Michael Jagusch. Laut FWS sei mit 160 Schulanfängern zu rechnen, die aus bevölkerungswachstumsstarken Norden der Stadt und den Umlandgemeinden des Schulverbandes Nordost kommen.

Zerschlagung des Schulverbandes nicht vertretbar

„Es wäre ein großer Fehler, die Tür einer so stark nachgefragten Schule mit guter Pädagogik und Ausstattung vor der Nase der Kinder und Eltern zu schließen“, teilt FWS-Chef Jagusch mit. „ Meine Stimme wird es in der Stadtverordnetenversammlung dafür nicht geben“, verspricht Jagusch. Vielmehr sei es eine außerordentlich große Auszeichnung für die Arbeit um Schulleiterin Liane Meier, wenn so wie aktuell Kinder und Eltern auch aus dem Schwarzenbeker Umland an die Verbandsschule Nordost strömten.

Statt alles nur schlechtzureden und Probleme zu befürchten, müsse man es positiv sehen und sich den Herausforderungen stellen. „Wer die Schule in Nordost auf sechs Züge begrenzen will, verhindert die heterogene Mischung der Klassen, pädagogische Entwicklung der Schule und wird letztlich die positive Außenwahrnehmung zerstören“, so Jagusch. Zudem sei eine angedachte Zerschlagung des Schulverbandes nicht vertretbar und gegen jeglichen Kooperationsgedanken der Region.

Kritik an Bürgermeisterin

„Die Argumentation der Befürworter zur Festlegung der Zügigkeit ist mir zu vage“, so Jagusch. Niemand könne ihm bis heute sagen, wer wie die Auswahl der Schüler vornehmen wird und nach welchen Kriterien die Schüler auserwählt werden sollen, die dann in den Genuss kommen, an der Cesenaticostraße beschult zu werden, so Jagusch.

In die gleiche Kerbe schlägt CDU-Stadtverordneter Egon Siepert die Situation. Er fordert „nun endlich vollmundige Ankündigungen in Taten umzusetzen“ und greift damit auch Verwaltungschefin und Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig an. Seit einem Jahr würden Berechnungsgrundlagen erwartet, die Verwaltungschefin Ute Borchers-Seelig in Presseberichten angekündigt habe.

Verwaltung setzt politische Beschlüsse nicht um

Gleichzeitig gleichzeitig sei immer wieder die Digitalisierung der Schulen verschoben worden, dabei sollte die von den Elternvertretungen angemahnte Umsetzung des Medienkonzeptes eigentlich nur Formsache sein, so Siepert. „Das einzig Digitale, was wir vorweisen können, sind Whatsapp-Gruppen der Eltern“, kritisiert Siepert die mangelnde Umsetzung der Verwaltung von politischen Beschlüssen. „Wer sich ständig mit der obsoleten Zusammenlegung der Grundschulen beschäftigt, ohne den aktuellen Schulentwicklungsplan zu berücksichtigen, kommt natürlich keinen Schritt voran“, sagt Siepert.

Holger Marohn

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