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Lauenburg Kellerbrand: Nachbarin rettet 96-Jährige vor Feuer und Rauch
Lokales Lauenburg Kellerbrand: Nachbarin rettet 96-Jährige vor Feuer und Rauch
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18:16 04.02.2016
Vermutlich durch einen technischen Defekt in einem Sicherungskasten war es am Sonntag im holzgetäfelten Keller des Einfamilienhauses in der Straße Fuchpaß zu einem Kabelbrand gekommen, der sich rasch ausbreitete und Teile der Holzverkleidung in Brand setzte. Quelle: Christian Nimtz
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Mölln

Dramatische Minuten am Sonntagnachmittag in der Straße Fuchspaß in Mölln: Eine Möllnerin rettete ihre 96-jährige Nachbarin vor einem Kellerbrand — und ihr damit wohl das Leben. Durch einen Zufall bemerkte sie das Feuer im Keller des Hauses.

Vermutlich durch einen technischen Defekt in einem Sicherungskasten kam es gegen 15.15 Uhr im mit Holz vertäfelten Keller des Einfamilienhauses zu einem Kabelbrand, der sich rasch ausbreitete und schließlich Teile der Holzverkleidung in Brand setzte.

„Das war schon nicht ohne“, sagt Möllns stellvertretender Wehrführer Stefan Jacke. Die 96-jährige Bewohnerin, die allein das Erdgeschoss des Hauses bewohnt und zudem im Rollstuhl sitzt, hat vom dem Brand nichts bemerkt. Ob Rauchmelder im Haus vorhanden sind, ist noch unklar.

„Wie durch ein Wunder kam zu diesem Zeitpunkt gerade die Nachbarin rüber und wollte für die Dame die frisch gewaschene Wäsche aufhängen“, berichtet ein Polizeibeamter. „Sofort bemerkte sie den Brandgeruch und stellte im Keller eine starke Verqualmung fest.“ Ohne lange zu zögern brachte die Nachbarin die 96-jährige Bewohnerin ins Freie.

Neben der Freiwilligen Feuerwehr Mölln wurden auch Notarzt und Rettungswagen alarmiert. „Bei unserem Eintreffen qualmte es sehr stark aus dem Kellergeschoss, und auch Teile des Erd- und Dachgeschoss waren bereits deutlich verraucht. Dadurch konnten wir im Innenangriff nur Atemschutzgeräteträger einsetzen“, berichtet Einsatzleiter Stefan Jacke. Der Brand selbst war durch das schnelle Eintreffen der Möllner Feuerwehr rasch unter Kontrolle.

Um das Haus rauchfrei zu bekommen wurden zwei Überdruckbelüfter eingesetzt. „Durch die hohe Brandlast im Keller waren die Nachlöscharbeiten aber relativ langwierig“, sagt Stefan Jacke. Sie waren gegen 17 Uhr abgeschlossen. Die Bewohnerin wurde vom Notarzt untersucht, musste aber nicht ins Krankenhaus gebracht werden. Sie kommt nun zunächst bei Familienangehörigen unter.

„Wie durch ein Wunder kam zu diesem Zeitpunkt gerade die Nachbarin rüber.“
Stefan Jacke, Einsatzleiter

Christian Nimtz

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