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Lauenburg Kinderschutzbund lädt die Großeltern ein
Lokales Lauenburg Kinderschutzbund lädt die Großeltern ein
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20:23 02.07.2013

Der lauenburgische Kinderschutzbund hat seinen ersten Großelternkursus in Mölln beendet und die Veranstaltung als erfolgreich bilanziert. In drei Monaten soll es auf Wunsch aller Teilnehmer ein zusätzliches Treffen geben, um noch einmal über die gemeinsamen Erfahrungen zu sprechen und die Kursusinhalte aus einer gewissen Distanz zu überdenken. Schon jetzt gehen beim Kinderschutzbund die ersten Anmeldungen für einen weiteren Großelternkursus ein. Stattfinden soll er dann in Ratzeburg, erneut unter der Leitung von Petra Schörling und Kirsten El Basiouni.

Schon drei Tage nach Ankündigung des ersten Lehrgangs dieser Art im Kreis Herzogtum Lauenburg waren alle Teilnehmerplätze ausgebucht. Damit hatten weder Franz Albracht, der Kreisvorsitzende des Kinderschutzbundes, noch die beiden Kursleiterinnen Petra Schörling und Kirsten El Basiouni gerechnet. Sechs Kursabende gestalteten die Referentinnen mit Informationen, praktischen Übungen und einem regen Gedankenaustausch unter den Großmüttern und Großvätern aus Mölln, Ratzeburg und aus Kulpin. Die Teilnehmer im Alter von 49 bis 67 Jahren trafen sich einmal wöchentlich auf dem Möllner Schulberg, wo die Astrid-Lindgren-Schule und die Till-Eulenspiegel-Schule geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatten.

„Im Mittelpunkt dieses Kurses steht die Vermittlung und Erprobung von Kommunikationskompetenz, die nirgendwo so sehr gebraucht wird wie in Familien. Ein Ziel des Großelternkurses ist, zu prüfen, was es bedeutet, die Erziehungsverantwortung der Eltern ihrer Enkel ernsthaft zu respektieren“, berichtet der Kreisverband des Kinderschutzbundes. Wer mit Mädchen und Jungen umgehe, erziehe sie, auch die Großeltern. Bei ihnen liege der Schwerpunkt „in der Beziehungsarbeit“. Sie lebten den Enkeln ein bestimmtes Verhalten vor oder handelten auf ihre Art mit ihnen Konflikte aus: „Darüber hinaus haben sie als Eltern der Eltern einen ganz besonderen Einfluss in den Familien und wirken als zentraler Orientierungspunkt entweder in Übereinstimmung oder in Abgrenzung in dieser Dreigenerationen-Großfamilie“.

Der Großelternkursus möchte dazu beitragen, dass sich die Beziehungen zwischen den Generationen positiv entwickeln. Wichtig sei es auch, dass Großeltern auf ihre eigenen Bedürfnisse achteten.

Respektvoller Umgang zwischen Großeltern und Eltern — auch oder besonders mit der Schwiegerfamilie — sei dabei Voraussetzung. „Ich war erst skeptisch, aber der Kursus hat mich dazu angeregt, einige Dinge zu überdenken und sie auch aus einer anderen Sicht zu sehen“, sagte Gerda Eickershoff aus Ratzeburg, die den Großelternkursus uneingeschränkt weiterempfiehlt. Auch dem Großelternpaar Franke aus Kulpin half der Kurs: „Zu viele gut gemeinte Ratschläge wirken sich oft als negative Unterstützung aus. Hier kann der Austausch mit Gleichgesinnten oft zu aufschlussreichen Erkenntnissen führen.“

LN

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