Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Kita-Förderung: Eltern sauer auf den Kreis
Lokales Lauenburg Kita-Förderung: Eltern sauer auf den Kreis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 19.10.2012
Anzeige
Herzogtum Lauenburg

Schwarzenbek – Große Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder machen sich die Eltern der beiden evangelischen Kindertagesstätten in Schwarzenbek, St. Franziskus und St. Elisabeth. Diese Sorgen haben sie gemeinsam mit Eltern überall im Lauenburgischen. Denn der Kreis hat im Juni die Förderrichtlinien geändert, und die Eltern befürchten nun, dass sich die Betreuung ihrer Kinder zum Jahresbeginn verschlechtert. Vor allem aber fordern sie Planungssicherheit.„Wenn die Förderrichtlinien umgesetzt werden, bekommt diese Kita weniger Zuschüsse, weil sich der Verteilungsschlüssel geändert hat. Früher wurden die Personalkosten gefördert, heute geht es nach einem Punktekatalog, der für viele unverständlich ist“, sagt Elternsprecherin Katrin Jennrich. „Warum erhalten Krippengruppen mehr Punkte als Elementargruppen. Die Verantwortung in der Betreuung ist dieselbe.“ In der Kita St. Franziskus gibt es 180 Kinder im Alter von eins bis sechs Jahren in zehn Gruppen, darunter zwei Familiengruppen. Die Gebühren für die Betreuung liegen zwischen 116 und 273 Euro.Ein weiteres Problem, das die Eltern auf sich zukommen sehen, ist die Schließung der Einrichtung in den Sommerferien. Bisher habe der Kreis 51 Wochen bezuschusst, künftig nur noch 49. Ob die Stadt dieses Defizit ausgleiche, sei noch ungewiss. Die nächste Stadtverordnetenversammlung ist am 30. November.„Wir müssen im November in unserer Firma festlegen, wann wir nächstes Jahr Urlaub nehmen wollen. Das geht aber gar nicht, weil wir nicht wissen, ob und wann die Kita nächsten Sommer geschlossen sein wird“, sagt Merlyn Weber, die zwei Söhne (2 und 5 Jahre) hat. „Wir fühlen uns ausgespielt“, sagt Dirk Funk, Vater eines fünfjährigen Sohnes. „Hort- und Krippengruppen kriegen viele Punkte, die anderen haben Pech.“ In der Kita St. Franziskus gibt es keine Hortgruppe, weil die Schule zu weit weg ist, auch keine Krippengruppe. Timo Koch, Vater eines dreijährigen Sohnes, spricht von großer Verunsicherung der Eltern. „Mein Urlaub muss jetzt eingeloggt werden. Wir können überhaupt nicht planen. Wir fordern eine verlässliche Aussage über die Situation, auf die wir zusteuern.“ Eine Verschlechterung dürfe es nicht geben, sind sich die Eltern einig. Die Beiträge stiegen, die Qualität nicht. Schon jetzt sei die Kita oft mehr ein Aufbewahrungsort statt eines Ortes, an dem Kinder ihrem Alter entsprechend gefördert würden. „Die Verantwortlichen im Kreis steuern an den Bedürfnissen vorbei“, ist auch Bianca Oldenburg, Mutter einer vierjährigen Tochter, überzeugt. Und Maike Hantusch legt nach und betont, dass der Kreis gegen den Beschluss des Jugendhilfe-Ausschusses entschieden habe. „Das Punktesystem ist schwer nachvollziehbar.“ Auch die sogenannten Randzeiten machen den Eltern Sorgen. Bisher sei die Kita ab 7 Uhr geöffnet, im Raume stehe eine Öffnungszeit ab 8 Uhr. „Wer soll da noch arbeiten gehen können?“, fragt Daniela Schmahl. Zwei Termine sollten sich Eltern freihalten: am 29. Oktober tagt der Sozialausschuss der Stadt Schwarzenbek im Rathaus, am 30. Oktober trifft sich der Kreiselternbeirat um 19.30 Uhr in der Gaststätte Hermes in Breitenfelde.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

400-Quadratmeter-Erweiterung kostete 2,6 Millionen Euro – „Intermediate-Care-Station“ schließt vor allem für Kinder nach schweren Unfällen eine Versorgunglücke in der Region.

19.10.2012

In der Lütauer Süßmosterei werden die reifen Äpfel derzeit im Akkord gemostet. Bevor ihre Äpfel am Boden verfaulen, können Kunden sie dort gegen Saft tauschen.

19.10.2012

Nach Kritik am Umzug der Lübecker Bundespolizisten nach Ratzeburg: Laut Norbert Brackmann (CDU) plant das Innenministerium eilig neue Hallen für schweres Gerät.

19.10.2012
Anzeige