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Lauenburg Kita-Mobil für sozial bedürftige Kleinkinder
Lokales Lauenburg Kita-Mobil für sozial bedürftige Kleinkinder
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20:38 20.09.2016
Zweckverbandsvorsitzender Frank Herzog aus Kastorf (l.) und Fahrer Herbert Scherping aus Rondeshagen mit dem Kita-Mobil. Quelle: Strunk

„Wir machen mobil – Kindergarten für alle“, lautet das Projekt „Kita-Betreuung“ im Amt Berkenthin. Der Kindergarten- Zweckverband Stecknitz, vor drei Jahren von den Amtsgemeinden (bis auf Rondeshagen) gegründet, hat in diesem Jahr ein eigenes „Kita-Mobil“ angeschafft: ein Ford Kleinbus mit acht Sitzplätzen.

„Wir wollen allen Kindern mit Wohnsitz im Verbandsgebiet unabhängig von der sozialen Situation und Mobilität der Eltern die Teilhabe an frühkindlichen Bildungsangeboten der Kindertagesbetreuung ermöglichen“, erklärt Verbandsvorsteher Frank Herzog aus Kastorf.

Im ersten Schul- und Kita-Halbjahr dieses Jahres waren es bis zu vier Kinder, aktuell fahren Herbert Scherping und seine vier ehrenamtlichen Kollegen (jeder an einem Tag der Woche) zwei Kinder – in diesem Fall aus Rondeshagen und Berkenthin – zur Kita nach Behlendorf. Anspruch auf Beförderung haben – auf Antrag der Eltern oder des Amtes als Sozialhilfeträger – diejenigen Familien für ihre Kinder, die Empfänger einer Sozialleistung und nicht ausreichend mobil sind, um ihr Kind täglich zum oder vom nächstgelegenen Kindergarten mit freien bedarfsgerechten Kapazitäten zu befördern. „Das ist eine Win-Win-Situation: für die Kinder, die entsprechend betreut werden, für die Eltern, die die Kinder nicht selbst fahren können und auch für die Kindergärten, die möglicherweise sonst in ihrem Bestand gefährdet wären, wenn nicht ausreichend Plätze belegt sind“, erklärt Herzog. „Unser ,Break-even’, also wo es sich rechnet, liegt bei zwei Fahrgästen“, so der Kastorfer SPD-Gemeindevertreter. Aber insbesondere in der Anfangsphase würde man selbst für ein Kind fahren. Wichtig sei es, das Projekt in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, damit mehr Familien von dieser Möglichkeit erführen, so Scherping. Zurzeit werden zwei Flüchtlingskinder gefahren, „aber wir haben alle Kinder im Blick, deren Eltern und Familien den Transport nicht selbst hinbekommen“.

Bei dem Kleinbus handelt es sich um einen Ford mit neun Sitzplätzen. Für alle acht Fahrgastplätze gibt es bereits entsprechende Kindersitze, finanziert aus einer anonymen Spende. Der Bus kann und soll auch von Kindergärtnerinnen gefahren werden, wenn es beispielsweise zu Ausflügen geht und die Kapazitäten über die freiwilligen Elternfahrten ausgeschöpft sind.

Die guten Erfahrungen des Zweckverbandes haben schon ein Echo außerhalb des Amtsbezirks gefunden. Geert Schuppenhauer, Fachbereichsleiter Bürgerservice im Amt Berkenthin und zuständig für Kindergartenangelegenheiten, hat schon mehrere Anfragen aus anderen Kommunen erhalten. Er, Herzog und Scherping würden sich freuen, wenn sie demnächst von weiteren Eltern hören würden, die dieses Angebot in Anspruch nehmen wollen. Anfragen über das Amt Berkenthin, Telefon 04544/8001-0.

unk

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