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Lauenburg Kita Wabe in Lauenburg ist „Haus der kleinen Forscher“
Lokales Lauenburg Kita Wabe in Lauenburg ist „Haus der kleinen Forscher“
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22:09 26.01.2017
Brain (knieend) sowie Thies, Niklas und Avdija (von links), „die kleinen Forscher“ der Kindertagesstätte Wabe am Birnenweg in Lauenburg. Seit 2010 beschäftigen sich Erzieherinnen und Kinder mit dem Erforschen von Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Quelle: Foto: Ge

 Leiterin Andrea Milewski durfte gestern die Plakette übernehmen. Auch Bürgermeister Andreas Thiede war zum Gratulieren gekommen.

Wie entsteht ein Schmetterling?

Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ engagiert sich seit 2006 für eine bessere Bildung der Kinder im Kita- und Grundschulalter. Das Fortbildungsprogramm soll den Entdeckergeist wecken und wird von der IHK zu Lübeck unterstützt. Die Wabe Lauenburg hatten sich mit dem Projekt „Von der Raupe zum Schmetterling“ beteiligt.

Die Kita Wabe hat ihren Mädchen und Jungen einiges zu bieten. Der Träger, ein Hamburger Verein, setzt auf größtmögliche Mitbestimmung und Gesunderhaltung der Kinder: Die Krippenkinder laufen barfuß, eine Infrarot-Sauna soll ihr Immunsystem stärken. Es gibt ein Psychomotorikzentrum und ein Kunstatelier. Vor zwei Jahren wurden rund 900000 Euro in einen Anbau investiert und die Infrarot-Sauna eingerichtet. Daneben gibt es Werk- und Forscherwerkstatt, Kneipp-Bad und Kinderrestaurant.

„Unsere Kinder aus dem Elementarbereich können selbst bestimmen, wann und ob sie frühstücken möchten. Das Restaurant ist morgens zwei Stunden geöffnet und bietet ein Buffet“, sagt Andrea Milewski, die die Kita seit 2007 leitet. Ihr zur Seite stehen 34 Mitarbeiterinnen. Es gibt keine festen Gruppen, sondern Fachbereiche, die für alle Kinder offen sind. „Es wird Tag für Tag entschieden, womit sich Kinder und Erzieherinnen auseinander setzen wollen. Denn wenn das Interesse da ist, hören die Kinder auch zu und nehmen das Gesagte auf“, so Milewski. „Höchstmögliche Mitbestimmung“ sei der Schlüssel zum Erfolg in der Kita Wabe.

Wer die Räume des Krippenbereiches der Kita betritt (neben der Seniorenwohnanlage am Birnenweg), muss die Schuhe ausziehen oder in Überzieher aus Plastik schlüpfen. Kinder und Erzieherinnen laufen hier den ganzen Tag barfuß. Überall ist Fußbodenheizung. „Das Gehirn nimmt viele Informationen über die Haut wahr. Die nackten Füßchen können auf dem Boden besser greifen. Sie haben eine schärfere Wahrnehmung, die an das Gehirn weiter gegeben wird. Das ist gut für die geistige Entwicklung der Kinder“, sagt Erzieherin Andrea Milewski.

Es gibt noch eine Neuerung: Die Öffnungszeiten wurden verlängert. Geöffnet ist werktags von 6 bis 19 Uhr, um berufstätigen Eltern Freiraum zu geben. Von den anfallenden Gebühren können Eltern manch anderer Kommunen nur träumen: zehn Stunden in der Krippe kosten 308 Euro, im Elementarbereich der Kita 242 Euro.

 Silke Geercken

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