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Lauenburg Klangexperimente für kleine und große Leute
Lokales Lauenburg Klangexperimente für kleine und große Leute
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20:29 11.07.2016
Malea (4) probiert die in präparierten Gummistiefeln steckenden Flöten beim Kindermusikfest in Wotersen begeistert aus. Quelle: Fotos: Timo Jann

Woher kommt eine Giraffe? Und welches Blasinstrument bietet Töne, die denen einer Giraffe nahe kommen? Die Oboe, oder eher das Fagott? Fragen, die möglicherweise den österreichischen Komponisten Joseph Haydn (1732-1809) bewegt haben mögen, nachdem er die Aufforderung zum Komponieren eines Tierliedes bekommen hatte.

Nicht nur Musik von Haydn aus dem 18. Jahrhundert: Beim Kindermusikfest sorgten Lieder aus „Ritter Rost“ für Begeisterung.

„Wir wollen Musik zum Selber- machen bieten.“ Martin Sieveking, Moderator

Beim Kindermusikfest in Wotersen bekam „Papa Haydn“ dabei Unterstützung Hunderter Kinder, die ihn begeistert berieten. Auf der Bühne in der Reithalle hatte ein Ensemble mit Blasinstrumenten Platz genommen, in einem anderen Teil war die Musikwerkstatt des Komponisten dargestellt. Kindgerecht bezog das Kindermusiktheater die jungen Zuhörer mit ein. Eine Vorstellung für Ohren und Augen während des beliebten Kindermusikfestes.

Die Idee dazu hatte Jörg Schade, der „Papa Haydn“ selbst inszenierte, gemeinsam mit Franz-Georg Stähling bereits 2003. „Wir wollen hier Musik zum Selbermachen und hören bieten, dazu Klangexperimente und Rhythmuskurse“, sagte Martin Sieveking, Moderator des Kindermusikfestes.

Und so lockten in der Pause zwischen den beiden Musikteilen in der Reithalle vor allem die außergewöhnlichen Apparaturen auf dem Vorplatz des Gutshauses die Gäste an. Mit Händen und Füßen konnten skurrilen Konstruktionen die schönsten Töne entlockt werden. Etwa Gummistiefeln: Wurden deren Spitzen gedrückt, blies die Luft durch in den Schäften steckende Flöten ins Freie. Und aus auf sich drehenden Gestellen montierten Flaschen, die mit unterschiedlich großen Körnern gefüllt waren, wurden XXL-Rasseln. Musiziert werden konnte auch auf mit unterschiedlich viel Wasser gefüllten Glasflaschen. Die Kinder hatten bei diesen Klangexperimenten viel Spaß. Und wer wollte, konnte ein eigenes Instrument basteln, beispielsweise eine Karottenflöte aus kunstvoll ausgehöhltem Gemüse.

Im zweiten Teil des Bühnenprogramms sorgte dann die „Ritter Rost Band“ für Stimmung. Burgfräulein Bö, Don Quietsch, Fürst Michi Eisenfaust von Schiene und Junker Matthias von Klapper und Hauke zeigten eine gelungene Show mit den besten Songs von Kinderheld Ritter Rost.

Auch 2017 soll es wieder ein Kindermusikfest geben.

Timo Jann

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