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Lauenburg Klein Hollywood in Geesthacht
Lokales Lauenburg Klein Hollywood in Geesthacht
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20:38 25.10.2017
Als Pension „Ahab“ kommt das ehemalige „Hotel zur Post“ jetzt erneut ins Fernsehen. Auch andere Produktionen drehen in Geesthacht. Quelle: Fotos: Timo Jann

Gedreht wird rund um den Hafen, vom Klassiker, dem „Hotel zur Post“, über die Hafenbrücke und den chilligen Beachclub am Menzer-Werft-Platz bis hin zum Hausboot im Osthafen. Passanten können ab und an einen Blick auf die Schauspieler werfen oder sich den Trubel ansehen.

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Klein Hollywood – so könnte man zurzeit Geesthacht bezeichnen. Denn die Filmteams geben sich aktuell die Klinke in die Hand. Vergangene Woche wurde für eine Filmproduktion gedreht, in dieser Woche sind es gleich drei und weitere Produktionsgesellschaften sind avisiert.

Sondernutzung

„Für uns ist das vor allem Werbung“, sagt Torben Heuer, der Sprecher der Stadt. Die Teams benötigen im öffentlichen Raum lediglich kostenfreie Genehmigungen zur Sondernutzung. tja

Zu den Stammgästen in Geesthacht gehört Claudia Schröder, Produzentin von Aspekt Telefilm und verantwortlich für die Krimireihe „Nord bei Nordwest“. „Wir sind bisher für alle sieben Teile hier gewesen“, berichtet Schauspielerin Henny Reents, die die Rolle der Kommissarin Lona Vogt spielt. In der neuen Folge bricht ein Goldrausch aus. Die Krimireihe von NDR und ARD Degeto hält einen mysteriösen Fall für Lona Vogt, den Tierarzt und ehemaligen Großstadt-Polizisten Hauke Jacobs (Hinnerk Schönemann) und Tierarzthelferin Jule Christiansen (Marleen Lohse) bereit. Sie müssen klären, woher Goldstaub auf der Kleidung eines Toten stammt. Regie führt Christian Theede, das Buch schrieb wie für alle Episoden Holger K. Schmidt und die Kamera führt erstmals Martin Schlecht. „Das ist hier eine super Location“, schwärmte er für das „Hotel zur Post“. Gedreht wurde in der Gaststube und vor dem Objekt an der Elbstraße. „Nord bei Nordwest: Gold“ läuft 2018 als Donnerstags-Krimi im Ersten. Bis zum 3. November wird außer in Geesthacht auch in Travemünde, auf der Halbinsel Priwall, auf Fehmarn sowie in Hamburg gedreht.

Zum wiederholten Mal in diesem Jahr wurde in dieser Woche auch auf dem Hausboot im Hafen für die ARD-Telenovela „Rote Rosen“ gedreht.

Seit gestern wird wieder am „Hotel zur Post“ gedreht, diesmal für das ARD/Arte Doku-Drama rund um den Kieler Matrosenaufstand. Der hatte 1918 zur Novemberrevolution im Deutschen Reich und zum Entstehen der Weimarer Republik geführt. „Obwohl der Aufstand Deutschland fundamental verändert hat, ist er im kollektiven Gedächtnis kaum verankert“, berichtet Iris Bents vom NDR. Anlässlich des 100. Jahrestages möchten NDR und ARTE mit „Novembersturm“ an die dramatischen Tage 1918 erinnern. Grimme-Preisträger Jens Becker, der auch das Drehbuch schrieb, inszeniert den Film in und um Kiel, in Flensburg, in Hamburg und Geesthacht.

Gesendet werden soll das Doku-Drama voraussichtlich im November 2018.

Kommende Woche wird außer am „Hotel zur Post“ auch auf der Hafenbrücke und dem Menzer-Werft-Platz gedreht. Es geht um eine Verfolgungsjagd für die Reihe „Soko Hamburg“. Vergangene Woche wurde für den ARD-Fernsehfilm „Fischer sucht Frau“ gedreht.

 Timo Jann

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