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Lauenburg Kleine Bühne, große Darsteller
Lokales Lauenburg Kleine Bühne, große Darsteller
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00:00 27.10.2012
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Herzogtum Lauenburg

Kleine Bühne ganz groß. Was 1979 mit einer Kleinkunst-Bühne in Gaststätten oder Schulen begann, hat sich zu einer unverzichtbaren Kultureinrichtung entwickelt, die im Festsaal des Rathauses ihren Platz gefunden hat. Große Bühnen geben regelmäßig Gastspiele. Die Hamburger Kammerspiele kommen am 11. November mit dem Stück „Das kunstseidene Mädchen“. Einige Karten sind noch zu haben.

1979 hatten die damaligen Stadtverordneten Karl-Heinz Wolter (1990 tödlich verunglückt) und Dr. Hans-Wilhelm Meyer nicht nachgelassen in ihren Bemühungen, die Kultur aufs Land zu holen. 150 Zuschauer sahen am 1. September „Die Glasmenagerie“ von T. Williams im Gymnasium, es folgten Jazz und Kleinkunst, Kammermusik und Kabarett. Hans Scheibner, Günter Willumeit oder das Ensemble des Hamburger Theaterschiffs von Hans Möbius gaben mehrfach Gastspiele in Schwarzenbek. Sie liebten die intime Atmosphäre, das Zwiegespräch mit den Besuchern. „Jährlich erhielt die Stadt 50 000 bis 100 000 Mark aus Zonenrandmitteln für kulturelle Veranstaltungen“, sagt Christine Uhde, die sich seit 2005 sehr erfolgreich um die Kleine Bühne kümmert. Mittel, von denen die Stadt heute nur träumen kann. Jährlich besucht Uhde einige Theatervorstellungen in Hamburg, um dem Kulturausschuss ein anspruchsvolles, gemischtes Angebot machen zu können. Der Etat ist gering: 7000 Euro für vier Aufführungen.

Kontakte zu den Kammerspielen und dem Altonaer Theater gibt es bereits seit 2003. Gemeinsam mit dem dortigen Theatermanager überlegt Uhde, welche Stücke in Schwarzenbek aufführbar sind. „Am Tag der Vorstellung kommt schon mittags ein großer Laster, um die Bühne aufzubauen. Das ist sehr viel Arbeit“, weiß Uhde. Ihre Bemühungen um ein gutes Programm haben Früchte getragen. Wurden in 2005 noch 85 Abos verkauft, waren es 2008 nur 106 und 2012 sogar 199. Für den freien Verkauf bleiben also nur 50 Karten übrig, die auch immer schnell weg seien. „Wir sind fast immer ausverkauft. Die Qualität hat sich herum gesprochen“, freut sich Uhde. Der Eintritt ist im Vergleich zu Hamburger Preisen gering: Einzelkarten kosten zwischen16 und 18 Euro, das Abo für vier Stücke gibt es für 58 bis 66 Euro. In der nun beginnenden Saison können sich Kulturfreunde noch auf die Stücke „Sylt – Ein Irrtum Gottes“ (11. Januar), „Uns geht’s ja noch gold“ (2. Februar) und „Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm“ (27. Februar) freuen. Als Sondervorstellung wurde „Wer nimmt Oma“ mit Hans Scheibner ins Programm genommen. „Ein Selbstgänger“, sagt Uhde.

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