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Lauenburg Kleiner Crossfahrer groß im Geschäft
Lokales Lauenburg Kleiner Crossfahrer groß im Geschäft
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19:22 29.08.2018
Motocross begeistert viele und ist der Traum von so einigen Kindern. Quelle: dpa
Mölln/Reinbek

„Am meisten mag ich die Sprünge, die sorgen für einen extra Kick“, erzählt Oscar Denzau voller Begeisterung über seine große Leidenschaft: Motocrossrennen fahren. Seit er dreieinhalb Jahre alt ist, hat ihn das Offroad-Fieber gepackt. Wenn das Startgatter fällt, ist er total auf sein Rennen fokussiert und meistert jede Strecke wie kaum ein zweiter Fahrer.

In der 65-Kubikzentimeter-Klasse führt momentan fast kein Weg an Oscar vorbei. 2017 Landesmeister und Platz vier beim NMX Cup, vergleichbar mit den Norddeutschen Meisterschaften, das schaffen nicht viele Fahrer am Anfang ihrer Karriere. Auch dieses Jahr hat er bereits den Titel des Landesmeisters sicher, beim NMX Cup hat er auch einen fast uneinholbaren Vorsprung in der Klasse. Erstmalig fährt Oscar dieses Jahr auch bei den Deutschen Meisterschaften mit. Dort steht er momentan auf Platz vier, ein Sprung aufs Treppchen ist beim Saisonfinale im über 400 Kilometer entfernten Hennweiler (Rheinland-Pfalz) allerdings noch gut möglich. „Jede Strecke ist anders. Mal schauen, was noch möglich ist“, erzählt Oscar.

Im Juli wurde der junge Motocrossfahrer bei der Sportlerehrung der Stadt Mölln wegen seiner herausragenden Leistungen geehrt. „Trotz Landesmeisterschaft ist das natürlich etwas ganz Besonderes für mich“, sagt Oscar. Beim MSC Mölln ist er für das Team „BVZ Dirtchecker“ unterwegs. Gerne würde er auch häufiger beim MSC Mölln am Grambeker Heidering trainieren. Doch für seine Klasse finden dort keine Rennen statt. Oscar bereitet sich lieber auf Strecken vor, die als nächstes im Rennkalender stehen.

Oscars Eltern, Nina und Daniel Denzau, sind wahnsinnig stolz auf die Leistungen ihres Sohnes. „Wir unterstützen Oscar wo wir nur können, aber ohne ihm Druck zu machen. Für uns stand immer der Spaß bei den Rennen an erster Stelle“, erzählt Nina Denzau. „Oscar ist selbst sein größter Kritiker. Es ist wichtig, dass wir als Familie ihm bei den Rennen Rückhalt geben. Nur so hat er den Kopf frei und kann seine Bestleistung abrufen“, sagt Vater Daniel Denzau. Angst vor Verletzungen haben weder Oscar noch seine Eltern. Zwar hat sich der Ausnahmefahrer schon zwei Mal den Mittelfuß gebrochen, doch seine Schutzkleidung verhindert Schlimmeres.

Ganz besonders freut sich Oscar auf die „Cross-Finals“, die an diesem Wochenende parallel zum Werner Rennen in Hartenholm stattfinden. Während seine anderen Serien nämlich an mehreren Wochenenden ausgetragen werden, kommen für die „Cross Finals“ aus ganz Deutschland die besten Fahrer aller Klassen für ein Wochenende zusammen. „Dort sind die Gegner stärker. Das ist eine besondere Herausforderung“, sagt Oscar, der schon 2017 bei den „Cross Finals“ teilnehmen durfte und aus dem Stand auf Platz acht landete. 2019 geht es für ihn bereits in der größeren 85 Kubikzentimeter-Klasse an den Start. „Das neue Motorrad ist zwar größer, aber wendiger in den Kurven und handlicher bei Sprüngen. Ich freue mich schon jetzt drauf.“ Bis die neue Saison nächsten April losgeht, hält sich Oscar im Winter mit Kickboxen fit.

Und was bringt die Zukunft für das Ausnahmetalent? Träume hat der junge Durchstarter viele, gibt sich aber bescheiden: Er freue sich immer auf das nächste Rennen, auf die packenden Duelle auf der Strecke aber auch auf das faire, sportliche Verhalten zwischen den Fahrern. Aber am besten findet er es natürlich, wenn er wieder als erster durchs Ziel fährt.

Von Lennard Schröder

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