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Kleines Glück aus dem Schuhkarton

Mölln Kleines Glück aus dem Schuhkarton

Die Reise der Schuhkartons geht nach Afrika, Südamerika oder in die Ukraine. 2016 waren es bundesweit rund 400000. In Mölln fühlt sich seit 20 Jahren Erika Schäfer dafür verantwortlich, bedürftigen Kindern in aller Welt ein kleine Freude zu bereiten. „Weihnachten im Schuhkarton“ startet kreisweit.

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Erika Schäfer aus Mölln ist seit 20 Jahren für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ aktiv. In zwei Jahren möchte sie die Aufgabe abgeben und sucht bereits jetzt eine/n Bürger/in, den/die sie auf die Aufgabe vorbereiten könnte.

Quelle: Foto: Ge

Mölln. „Seit fast zwanzig Jahren erleben Kinder in Osteuropa und anderen Ländern, wie Glaube, Hoffnung und Liebe durch einen Schuhkarton für sie greifbar wird“, fasst Erika Schäfer den Grundgedanken der Aktion zusammen. Auch in diesem Jahr ruft der Träger der Aktion, der Verein „Geschenke der Hoffnung“, dazu auf, Kinder in Not mit gefüllten Schuhkartons zu beschenken. Die Päckchen können bis zum 15. November an einer von tausenden Abgabeorten von Flensburg bis Zürich und auch in Mölln, Ratzeburg und Umgebung abgegeben werden. Die Möllnerin Erika Schäfer bekam einst über ihren Mann Kontakt zu Dr. Irmhild Bärend (Berlin), die diese Idee aus den USA mitgebracht hatte. Die Schäfers machten eine Sammelstelle für die Schuhkartons auf, es war eine der ersten in Schleswig-Holstein. Seitdem ist die 68-jährige Möllnerin das ganze Jahr über auf Schnäppchenjagd, füllt selbst etliche Pakete. Im vergangenen Jahr waren es rund 400 Pakete, die in ihrem Keller auf den Transport warteten. Jedes Paket wird gesichtet, eventuell umsortiert und dann in Umzugskartons gelegt. Mitarbeiter des Möllner THW holen die Umzugskartons ab, bringen sie zur zentralen Sammelstelle nach Hamburg.

Abgabestellen

Bagis Schreibwaren, Berliner Straße 157, Mölln, 04542/71 77

Schuh-Insel, Schrangenstraße 8, Ratzeburg,

04541/36 39

Schuhhaus Krützmann, Lauenburger Straße 3, Schwarzenbek, Telefon 0 41 51/27 79

Geflügelhhof Martens, Bundesstraße 21, Breitenfelde, 04542/24 47

Schuhhaus Fischer, Lauenburger Straße 3, Büchen, 04155/36 18

Erika Oldenburg, Niendorf,

04544/89 10 60

„Viele Mädchen und Jungen in den Empfängerländern leiden unter vielfältigen Entbehrungen materieller und immaterieller Art. Ein Schuhkarton, liebevoll gepackt von einer unbekannten Person, schenkt in dieser Situation Hoffnung und drückt Zuneigung aus“, sagt Schäfer. Die Übergabe der Kartons soll der Anfang eines weiteren Kontaktes sein. „Die lokalen Verteilpartner, Kirchengemeinden unterschiedlicher Konfessionen, laden die Kinder und ihre Familien zu Kursen ein, in denen sie mehr über den christlichen Glauben erfahren können. Hieraus entwickeln sich häufig individuelle Beziehungen, die den Familien Halt und Kraft geben. „An einigen Orten entstehen zudem Initiativen, die sie mit lebensnotwendigen Dingen wie Nahrung, Kleidung und Schulbildung, versorgen, auch über die Weihnachtszeit hinaus“, berichtet Erika Schäfer, selbst bei den Möllner Baptisten aktiv.

Mitmachen ist ganz einfach: Sechs Euro pro Päckchen zurücklegen, die zusammen mit dem Schuhkarton als Spende zu einer der Abgabestellen gebracht werden. Deckel und Boden eines Schuhkartons mit Geschenkpapier bekleben. Das Päckchen mit Geschenken für einen Jungen oder ein Mädchen (nur neue Ware) füllen. Der Spender kann selbst entscheiden, ob er das Päckchen für Zwei- bis Vierjährige, Fünf- bis Neunjährige oder Zehn- bis 14-Jährige füllen möchte. „Die Spielsachen und Kleidung sollten altersgerecht sein, also keine Strumpfhose für einen Zweijährigen und dann einen Pullover für einen Vierjährigen“, bittet die Möllnerin. Bewährt habe sich eine Mischung aus Kleidung, Spielsachen, Schulmaterial, Hygieneartikeln und Süßigkeiten. Eingepackt werden dürfen nur Geschenke, die zollrechtlich in allen Empfängerländern erlaubt sind. Ist der Karton gepackt, wird er zusammen mit der Sechs-Euro-Spende für Abwicklung und Transport zu einer der Abgabestellen gebracht.

Erika Schäfer sucht übrigens eine Nachfolgerin. „Mit 70 Jahren ist Schluss. Es wäre schön, wenn ich eine Interessentin jetzt schon an die Aufgabe heran führen könnte.“

Silke Geercken

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