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Lauenburg Klimaschutz über die Kreisgrenzen hinweg
Lokales Lauenburg Klimaschutz über die Kreisgrenzen hinweg
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20:19 26.02.2016

Für die Menschen in den Kreisen das Beste herauszuholen, das ist das Ziel für die Klimaschutzmanagerin des Kreises Stormarn, Isa Reher, die gestern Gastgeberin der Regionalkonferenz Klimaschutz in Bad Oldesloe war. 120 Teilnehmer zählte die Zusammenkunft, darunter Klimaschutzprofis genauso wie Vertreter kleinerer Kommunen mehrerer Kreise der Nachbarschaft. Sie erfuhren detailliert, wie sie ihre Gemeinden zukunftsfähig nach vorne bringen können — mit Fördermitteln, die über die Aktivregionen aus dem EU-Topf kommen und bis 2020 ausgegeben werden können.

„Der Klimawandel ist eines der großen Probleme, die unsere Menschheit hat“, unterstrich die Staatssekretärin beim Land Schleswig Holstein, Dr. Ingrid Nestle, die als Energieexpertin auf der Konferenz war. Es sei wichtig, den Klimaschutz in die richtigen Bahnen zu lenken. „Das Klimaabkommen von Paris ist nicht mehr als eine Chance.“ Nestle ist sich sicher: „Wenn wir alle etwas machen, dann kriegen wir das in den Griff“. Gleichwohl „spüre ich auch den Widerstand gegen die Energiewende, gegen Windräder. Aber die Energiewende gelingt nur mit einschneidenden Maßnahmen. Wir brauchen eine Beschleunigung in allen Bereichen, keine Entschleunigung. Wenn uns das gelingt, haben wir bewiesen, dass der Mensch eine intelligente Spezies ist“. Ohne Aktionen vor Ort, auch in den Kommunen, seien die Regierungen allerdings machtlos.

Bereit, in ihren Gemeinden etwas zu tun, sind die Vertreter aus den Kreisen Segeberg, Herzogtum Lauenburg und Stormarn. „Ich suche gemeinsam mit unserer Regionalleitung weiter Anregungen und Beispiele, die wir im ländlichen Raum umsetzen können“, erklärte beispielsweise der Ratzeburger Bürgermeister Rainer Voß, dessen Stadt zur Aktivregion Herzogtum Lauenburg Nord gehört.

Auch Bernd Gundlach, Leitender Verwaltungsbeamter beim Amt Bargteheide Land, war auf der Suche nach Informationen über „mögliche Maßnahmen, die wir im Rahmen unserer Aktivregion Alsterland anschieben können“. Sein Amt habe schon in der vergangenen Förderperiode positive Erfahrungen gemacht. Unter anderem seien in den Gemeinden Leuchtmittel ausgetauscht worden. Neue Fördermöglichkeiten „nehmen wir mit und tragen das in unsere Gemeinden“, erklärte Gundlach. Der Einladung, an einem der Workshops teilzunehmen, kam Gundlach nach. Sein Interesse: Elektromobilität.

Dr. Klaus Müschen vom Umweltbundesamt sah die Teilnehmer bereits gut aufgestellt. „Wenn ich sehen, was Sie hier schon alles machen, dann habe ich das Gefühl, ich trage Eulen nach Athen.“

kks

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