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Lauenburg Klinkrader stimmen einhellig gegen Windkraftanlagen
Lokales Lauenburg Klinkrader stimmen einhellig gegen Windkraftanlagen
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20:39 08.09.2016
Im Sommer 2014 wurden fünf Windkraftanlagen nördlich von Siebenbäumen und westlich von Kastorf errichtet – das waren die bislang letzten neuen WKA in dieser Region. Quelle: W. Tempel/hfr

„Die Gemeinde Klinkrade lehnt den Bau von Windkraftanlagen auf ihrem Hoheitsgebiet ab.“ Mit diesem Satz, vorgetragen von Bürgermeister Ernst-August Bruhns (Allgemeine Aktive Wählergruppe), endet die Beschlussvorlage der AAW-Fraktion, über die am Mittwochabend in einer außerplanmäßigen Gemeindevertretersitzung abgestimmt wurde.

„Bergrade kann sich sicher sein, dass wir die Unter- schriften gegen Windkraftan- lagen ernst nehmen.“

Hans Peter Grell, Bürgermeister Duvensee

Die AAW, bisher standhafte Verfechterin für den Windrad-Bau, ist nun nach längeren Beratungen auf die Fraktion der Klinkrader für Klinkrade (KfK) zugegangen und hat ihre Beschlussvorlage aus der vorherigen Gemeinderatssitzung am 2. August dahingehend geändert, dass sie nun den Wortlaut des von der KfK initiierten Bürgerbegehrens enthält. Abgesichert durch das Amt Sandesneben-Nusse wäre diese Entscheidung für zwei Jahre gültig. Die Annahme der Vorlage wurde einstimmig beschlossen. Damit ist die Durchführung eines Bürgerentscheids nicht mehr notwendig.

Die KfK beantragte daraufhin, dass die Gemeindevertretung Klinkrade sich mit den Vertretungen aus Düchelsdorf und Sierksrade zusammensetzt, um die Möglichkeit einer gemeinsamen Stellungnahme zusammen mit dem Lübecker Planungsbüro Stolzenberg auszuloten. Diese würde auf dem Kriterienkatalog der Landesplanung basieren und dann zusammen mit den Ablehnungen der nun drei Gemeinden dorthin übermittelt werden. Dieser Antrag wurde ohne Gegenstimmen bei einer Enthaltung angenommen.

In Klinkrade ist der große Graben nun endlich überbrückt worden und die alltägliche Gemeindearbeit wird sehr wahrscheinlich nicht mehr durch den Streit um die Windräder überdeckt werden – sehr zur Freude der KfK-Fraktion und auch der Mehrheit der Klinkrader Bürgerinnen und Bürger, die sich bei den bisherigen zwei Bürgerentscheiden bereits klar gegen die Windkraftanlagen ausgesprochen hatte.

In den Nachbargemeinden tut sich offensichtlich Ähnliches. Auf der Gemeindevertretersitzung in Duvensee am Dienstag, 6. September, wurden dem Bürgermeister Hans Peter Grell (Allgemeine aktive Wählergemeinschaft – AAW) 41 Unterschriften von Einwohnern des Ortsteils Bergrade überreicht. Rund 80 Prozent der dortigen Haushalte sprechen sich damit gegen den Bau von Windrädern auf Kühsener Gemeindegebiet aus. Grell nahm das Dokument entgegen und versprach den Bergradern, dass Duvensee für sie „Flagge zeigen wird“. „Bergrade kann sich sicher sein, dass wir das ernst nehmen“, sagte Grell. Gleichzeitig wurde bekannt, dass auch in Kühsen zurzeit Unterschriften gesammelt werden, die zeitnah an die Gemeindevertretung übergeben werden sollen. Die Tatsache, dass Bürger aus verschiedenen Gemeinden ämterübergreifend ihren Protest bündeln, zeigt offenbar Wirkung und veranlasst manchen Regionalpolitiker zum Nach- oder Umdenken.

LN

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