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Lauenburg Knäuel sorgte für Stromausfall
Lokales Lauenburg Knäuel sorgte für Stromausfall
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20:35 19.05.2017

Etwa 1000 Haushalte waren plötzlich ohne Strom. In Schürensöhlen sowie in Teilen von Klein Wesenberg, Klein und Groß Schenkenberg, Trenthorst, Wulmenau, Ahrensfelde und auch in Reinfeld gingen am Donnerstag gegen 20.35 Uhr die Lichter aus. Ursache ist vermutlich, dass ein Fremdkörper in einem Strommast gelandet war.

An diesem Strommast am Ortsausgang der Gemeinde Schürensöhlen im Kreis Herzogtum Lauenburg gab es einen Zwischenfall, in dessen Folge bei etwa 1000 Haushalten der Strom ausgefallen war. Quelle: Foto: Jens Burmester

Eine Notstromversorgung hat möglicherweise auch im Bereich des Digitalfunks der Feuerwehren versagt. Zumindest für kurze Zeit soll in einigen Bereichen in Reinfeld kein Netz vorhanden und somit keine Funkgespräche mit der Leitstelle möglich gewesen sein. Bei der Integrierten Regionalleitstelle Süd in Bad Oldesloe wusste man dazu am Morgen auf LN-Anfrage nichts. Die Leitstelle aber hatte gegen 20.40 Uhr der Freiwillige Feuerwehr Schürensöhlen den ersten Einsatz in diesem Jahr beschert und sie zu einem Mast in der Dorfstraße der Gemeinde an der Grenze zu Stormarn geschickt und auch gleich noch die Feuerwehr Schiphorst alarmiert. Als die Schiphorster an der Einsatzstelle ankamen, war bereits alles erledigt. Die Flammen, die am Mast deutlich zu sehen waren, waren bereits von selbst ausgegangen. Die Schürensöhlener hatten eine Wasserversorgung aufgebaut. Im Ort leistete die Wehr noch Hilfe beim ältesten Einwohner, der auf ein Sauerstoffgerät angewiesen ist, mit einem benzingetriebenen Stromerzeuger. Und die Schiphorster Wehr fuhr noch zu einem Schweinemastbetrieb am Ortsrand, um mit dem Überdruckbelüfter den Stall mit 1500 Mastschweinen zu belüften.

Noch während des Einsatzes, zu dem auch ein Mitarbeiter des Stromversorgers gerufen wurde, hieß es dann von dem Techniker, dass sehr wahrscheinlich ein Blitz im Mast mit der Mittelspannungsleitung (11 000 Volt) eingeschlagen war. Gestern sagte Unternehmenssprecher Volker Mielisch: „Durch den Überschlag eines Fremdkörpers hat es hier einen Kurzschluss gegeben. Wir haben aber schnell erkannt, in welchem Bereich der Fehler zu finden ist und haben dann mit diversen Schaltungen aus unserer Leitstelle in Rendsburg in den meisten Haushalten innerhalb von 30 Minuten wieder Strom gehabt.“ Die letzten Betroffenen seien gegen 22 Uhr, also nach eineinhalb Stunden, wieder am Netz gewesen. Gestern Nachmittag hat ein Trupp den Mast wieder instand gesetzt. Das Team bestätigte, dass ein undefinierbares Knäuel aus Kordel und Stoff im Mast gelandet war und den Vorfall ausgelöst haben muss.

jeb

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