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Lauenburg Königliche Kunst für St. Petri
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20:42 27.04.2018
Königin Margrethe II. von Dänemark überreicht der Stadtkirche St. Petri ein nach ihrem Entwurf in Kopenhagen angefertigtes Kanzelantependium. Von links: Königin Margrethe II., Jürgen Meier, Rainer Voß, Dr. Hermann Augustin, Pastor Martin Behrens, Anne Birgitte Gammeljord vom Augustinus Fonden, Dompropst Jens Torkild Bak aus Ribe und Lizzi Damgaard vom Selskabet for Kirkeling Kunst. Quelle: Foto: Keld Navntoft/kongehuset (hfr)
Ratzeburg

Zu der Audienz in Schloss Amalienborg empfing die Königin Pastor Martin Behrens und Jürgen Meier, Propst em. Dr. Hermann Augustin und Bürgermeister Rainer Voß. Auch Dompropst Jens Torkild Bak aus Ratzeburgs Partnerstadt Ribe (Dänemark) sowie Anne Birgitte Gammeljord, Vorsitzende des Stiftungsvorstands des „Augustinus Fonden“, waren bei dieser Begegnung anwesend, bei der die Monarchin das kostbare Kanzelantependium für die Stadtkirche St. Petri übergab.

Den Altarvorhang hatte Margrethe selbst entworfen und von Lizzi Damgaard in der Paramentenwerkstatt „Selskabet for Kirkeling Kunst“ in Kopenhagen anfertigen lassen. Die Inspiration zu dem Kanzelantependium hatte die Königin bei einem Besuch der Werkstatt, in der gerade das Ratzeburger Altarantependium von St. Petri restauriert wurde. König Friedrich VI. hatte es der Stadtkirche 1816 geschenkt, nachdem das Herzogtum Lauenburg 1815 dänisch geworden war. Propst Dr. Augustin, Ribes Dompropst Bak sowie Michael Boel Olesen von der dänischen Firma Hudevad A/S, die die Finanzierung übernahm, hatten die fachgerechte Restaurierung des Vorhangs in Kopenhagen möglich gemacht.

Angesichts der Bedeutung dieses Kanzelantependiums für die gemeinsame Geschichte von Dänemark und Deutschland entwickelte die kunstbegeisterte Königin ihren Entwurf für einen neuen Altarvorhang, der an das Material, die Farbe, die Art der Gestaltung und den roten Samt des historischen Originals aus Ratzeburg anknüpfen sollte. Ihren Entwurf besprach sie mit den Ratzeburgern im April 2017 in der Kopenhagener Paramentenwerkstatt.

Die Ratzeburger Delegation dankte der Monarchin für ihre Geste: „Mit diesem Kanzelantependium wird zugleich ein geschichtlicher Bogen von mehr als 200 Jahren seit 1816 gespannt“, sagte Bürgermeister Rainer Voß. Das Gastgeschenk der Ratzeburger für die dänische Monarchin war ein Velum (liturgisches Tuch) mit verschiedenen Stickerei-Techniken, gefertigt in der Ratzeburger Paramentenwerkstatt.

Der Weihegottesdienst für das neue Kanzelantependium wird am Pfingstsonntag, 20. Mai, um 18 Uhr in St. Petri gefeiert.

LN

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