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Lauenburg Kommt die Kita Kichererbse neben die Sporthalle?
Lokales Lauenburg Kommt die Kita Kichererbse neben die Sporthalle?
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21:26 06.04.2017
Rainer Mucha in der Stadtverordnetenversammlung Schwarzenbek: „Warum hat man die Hauptnutzer der Fläche im Vorfeld nicht beteiligt?“ Quelle: GEERCKEN

Stadt, Träger und TSV sollen eine einvernehmliche Lösung anstreben.

Eine Stadtverordnetenversammlung war selten so gut besucht wie jene am Donnerstag. Der TSV Schwarzenbek hatte etliche Mitglieder mobilisiert. Der Grund kam bereits in der Einwohnerfragestunde zur Sprache. Vorstandsmitglied Rainer Mucha zeigte Unverständnis, dass der Neubau auf der Fläche für Beachvolleyball entstehen solle und kritisierte, dass der TSV als Hauptnutzer vorher nicht gefragt worden sei. Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig sagte, dass der Neubau am 9. Februar im Ausschuss beschlossen worden sei (in nichtöffentlicher Sitzung), es aber noch keine Detailplanung gebe. Die Anregung aus dem Publikum, den Ersatzbau woanders zu errichten, zum Beispiel an der ehemaligen Realschule oder auf dem derzeitigen Kita-Grundstück, wurde dahingehend erwidert, dass die Standorte geprüft worden seien, aber als ungeeignet gelten.

Das Problem der Standortsuche hat sich daraus ergeben, dass der eigentlich an der Lauenburger Straße favorisierte Standort nicht realisierbar ist, weil der Grundstückseigentümer nicht verkaufen will.

Dagegen gehört die rund 6000 Quadratmeter große Fläche an der Sporthalle der Stadt, ein nicht unwesentlicher Kostenfaktor der Konsolidierungskommune. Nach weiteren Anmerkungen aus dem Publikum hinsichtlich der vielfachen Nutzung des Volleyballfeldes und dem Hinweis der Bürgermeisterin, dass noch eine Projektgruppe zu bilden sei, hatte Vielfrager Eugen Prinz seinen großen Auftritt: „Das Ganze erinnert mich an den Bau des Berliner Flughafens. Wenn ich nicht weiter weiß, gründe ich einen Arbeitskreis.“

Rüdiger Jekubik (SPD) beschwichtigte mit Hinweis auf die Tagesordnung. Sein Antrag, den Punkt „Kichererbse“ in den öffentlichen Teil zu holen, wurde angenommen, so dass die Beratung durch die Stadtverordneten öffentlich weiter gehen konnte. Jekubik warb für mehr Sachlichkeit. „Die SPD favorisiert die Buschkoppel, inzwischen haben sich neue Fragen ergeben.Vielleicht finden wir eine Alternative.“

Heike Wladow (CDU) betonte, dass diverse Standorte geprüft worden seien. Die Schützenallee sei zu abgelegen, die Lauenburger Straße nicht realisierbar. „Für das Beachvolleyballfeld ist neben der Kita noch Platz. Bisher gibt es kein Konzept, aber wir müssen die Prüfaufträge starten, weil die Genehmigung am alten Kita-Standort 2018 ausläuft“, warnte sie vor einer Vertagung dieses Punktes.

Fraktionskollege Gerhard Moldenhauer ergänzte: „Auf 6000 Quadratmetern muss doch beides möglich sein, Lasst es uns prüfen.“ Das soll nun gemacht werden.

 Silke Geercken

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