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Lauenburg Kreis-Gymnasien kehren allesamt zum G-9-Abitur zurück
Lokales Lauenburg Kreis-Gymnasien kehren allesamt zum G-9-Abitur zurück
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20:12 31.01.2018

Eigentlich wäre eine Schulkonferenz gar nicht notwendig gewesen, um den Weg zurück vom so genannten „Turbo-Abi“ G-8 zum G-9-Abschluss, also nach neun statt acht Schuljahren in der Mittel- und Oberstufe, zu beschließen. Diese Rückkehr war vom schleswig-holsteinischen Bildungsministerium bereits im vergangenen Jahr so verkündet worden. Lediglich die Beibehaltung der verkürzten Ausbildung bis zur Hochschulreife hätte von einer Schulkonferenz mit einer Mehrheit von 75 Prozent der Teilnehmer – Schüler, Eltern und Lehrer – beschlossen werden können, und dann auch noch vorbehaltlich der Genehmigung durch das zuständige Schulministerium in Kiel.

Die meisten Gymnasien hatten sich bereits Ende vergangenen Jahres in ihren Schulkonferenzen über das Thema geeinigt. Und am vergangenen Dienstagabend zog auch die Lauenburgische Gelehrtenschule nach.

LG-Schulleiter Thomas Engelbrecht: „Die Sache war klar, aber wir wollten Schülern, Eltern und Lehrern noch einmal die Gelegenheit geben, die Perspektiven zu diskutieren.“ Tatsächlich fiel die Abstimmung – eher ein Stimmungsbild – eindeutig und ohne Gegenvotum für G-9 aus. Um die neuen Kapazitäten zu nutzen, wolle man zusätzliche Bildungsangebote liefern. Konkreter konnte Engelbrecht aber noch nicht werden. Offiziell gilt zwar noch im nächsten Schuljahr 2018/19 der G-8-Lehrplan – „dann haben die neuen Fünftklässler noch etwas mehr Unterricht, etwa zwei Stunden pro Woche“, so Rüdiger Behrend, stellvertretender Schulleiter des Marion-Dönhoff-Gymnasiums in Mölln. Doch das sei nicht nachteilig.

Am Gymnasium Wentorf ist man da vielleicht sogar schon einen Schritt weiter. Schulleiter Jan Andersen: „Wir haben die Anzahl der Pflichtstunden für den kommenden 5. Jahrgang bereits reduziert, so dass der Übergang im nächsten Jahr fließend sein wird.“

Auch Frank Schwerdtfeger, Schulleiter des Otto-Hahn-Gymnasiums in Geesthacht, bestätigte dies für seine Schule.

Birgit Roschlaub, Chefin der Europaschule in Schwarzenbek, hat noch keine endgültige Sicherheit. „Die Frist endet am 23. Februar, und drei Wochen vorher muss dann ein Antrag zur Beibehaltung von G-8 eingegangen sein“, erklärt sie.

Wenn das nicht geschehe, werde auch das Schwarzenbeker Gymnasium automatisch wieder zu G-9 zurückkehren. Bislang sei ein solcher G-8-Antrag für die Europa-Schule nicht eingetroffen. „Insofern kann ich am Sonnabend, 3. Februar, bei unserem Info-Tag (zwischen 10 und 14 Uhr, siehe Beistück) den Besuchern erklären, wie es dann weitergeht.“

Zweifel an der Rückkehr zum Abitur nach insgesamt 13 Schuljahren (inklusive der vier Grundschuljahre) hat weder sie noch die überwiegende Mehrzahl der schleswig-holsteinischen Schulleiter. „Bei einer Zusammenkunft von mehr als 100 Schulleitern und Stellvertretern gab es lediglich einen, der sagte, er habe so gute Erfahrungen mit G-8 gemacht, dass seine Schule dabeibleiben wolle“, erklärte Rüdiger Behrend aus Mölln. Mit dem Zusatz: „Das war einer aus Nordfriesland . . . “

Von Joachim Strunk

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