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Lauenburg Kreis-SPD will Jugendwerkstatt mehr Geld bewilligen
Lokales Lauenburg Kreis-SPD will Jugendwerkstatt mehr Geld bewilligen
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18:12 05.08.2017

Die SPD-Kreistagsfraktion fordert, dass die vom Internationalen Bund (IB) betriebene Jugendwerkstatt in Schwarzenbek vom Kreis künftig finanziell besser ausgestattet wird.

Zielgruppe dieser Einrichtung sind Jugendliche, die Schwierigkeiten im Übergang zwischen Schule und Beruf haben. Bei maximal zwölf Teilnehmern, die von einem Werkstattleiter und einer Sozialpädagogin betreut werden, handelt es sich um eine kleine Einrichtung. Neben Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit, werden die Jugendlichen hier auch in Sachen Konflikt- und Teamfähigkeit oder für Bewerbungen geschult. Ziel der maximal einjährigen Maßnahme ist es, den Jugendlichen ein Ausbildungsverhältnis zu vermitteln oder sie hierfür zu qualifizieren.

Fachsprecher Fabian Harbrecht sagte nach einem Besuch der SPD-Fraktion in der Jugendwerkstatt: „Bei einer Erfolgsquote von etwa 77 Prozent ist die Arbeit der Jugendwerkstatt ihr Geld wert. Seit 2014 stellt der Kreis für diese freiwillige Leistung der Jugendsozialarbeit nur noch 116000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Seit zwei Jahren kämpfen wir Sozialdemokraten dafür, dass die vom IB beantragten Erhöhungen bereitgestellt werden. Ich rechne mit einem Antrag, der allgemeine Preissteigerungen von 1,5 Prozent jährlich seit 2014 berücksichtigt. In Summe dann wohl für das Haushaltsjahr 2018 etwa 122000 Euro. Warum derart moderate Anpassungen in der Vergangenheit nicht genehmigt wurden, ist für uns Sozialdemokraten immer noch unverständlich.“

Nachdem, im Zuge der Konsolidierungsbemühungen des Kreises, die Jugendwerkstatt in Ratzeburg 2013 geschlossen wurde, ist die Jugendwerkstatt in Schwarzenbek die letzte Einrichtung dieser Art im Kreis Herzogtum Lauenburg.

Fabian Harbrecht stellt jetzt die Grundsatzfrage: „Sollte die schwarz-gelbe Mehrheit an dieser Stelle wieder nicht zustimmen, müssen wir davon ausgehen, dass die Jugendwerkstatt nicht mehr gewollt ist. Wenn wir schon nur noch eine Jugendwerkstatt erhalten können, dann müssen wir dort doch für gute Arbeitsbedingungen und motiviertes Personal sorgen. Als Sozialdemokraten können wir es nicht gutheißen, wenn die öffentliche Hand ihren Leistungserbringern und Partnern derart entgegentritt. Zumindest Gehaltsanpassungen müssen möglich sein.“

Jens Meyer, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion: „Vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden deutlichen Haushaltsmehreinnahmen werden wir in den anstehenden Haushaltsberatungen erneut auf eine dringend notwendige Aufstockung der Mittel drängen.“

LN

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