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Lauenburg Kreiskönigsschießen: Der Dritte ist jetzt „Kaiser“ der lauenburgischen Schützen
Lokales Lauenburg Kreiskönigsschießen: Der Dritte ist jetzt „Kaiser“ der lauenburgischen Schützen
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21:53 11.11.2013
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Büchen

Wilfried Schröder vom Schützenverein Linau ist am Sonntag zum neuen Kreisschützenkönig proklamiert worden. Doch eigentlich hätte ein anderer Schütze den Thron besteigen sollen.

Bei der Krönung des Kaisers, wie der Kreisschützenkönig genannt wird, machte es Kreisvorsitzender Willi Holst spannend. Er begann am Ende des Ergebnisfeldes. Zwölf Schützen, darunter eine Dame, hatten sich am Kreiskönigsschießen beteiligt. Die übrigen sechs Könige aus dem Kreisgebiet hatten gar nicht erst teilgenommen, Lütau hat in diesem Jahr keinen Schützenkönig. Damit blieb die Teilnehmerliste kürzer als sonst.

Schließlich rief Holst den König des Schützenvereins Linau, Wilfried Schröder, zur neuen Kreismajestät aus. Schröder wäre eigentlich nur Dritter geworden, wurde aber König, weil sowohl der König der Blauen Garde Gudow, Otto Meincke jun., als auch der König der Schwarzenbeker Gilde, Jens Torkel, nicht anwesend waren. Meincke war auf dem zweiten Platz gelandet und Torkel hatte den mit Abstand besten Schuss abgegeben und wäre damit der neue „Kaiser“ gewesen. Nun wird Wilfried Schröder genauso stolz wie seine Vorgänger im Linauer Verein, Erwin Jakobeit und Winfried Molloisch, die Kreiskönigskette tragen.

Der Saal in der Büchener Waldhalle war zur Kreissiegerehrung des Kreisschützenverbandes so voll wie schon lange nicht mehr. Erstmals seit vielen Jahren wieder dabei war auch Kreispräsident Meinhard Füllner. Der lobte das Schützenwesen und die hervorragenden Erfolge im sportlichen Schießen. Unter den Gästen war auch Carsten Engelbrecht aus Geesthacht, Vizechef des Kreissportverbandes.

Engelbrecht, von Beruf Polizist, verurteilte die Kosten, die bei Waffenkontrollen erhoben werden. „Das wäre ja so, als würde ein Polizeibeamter nach einer Verkehrskontrolle 30 Euro Gebühren kassieren“, so Engelbrecht.

In drei großen Blöcken wurden die Schützen und Verein für ihre Leistungen im zurückliegenden Sportjahr geehrt. Wie so oft in den vergangenen Jahren hatte auch jetzt der Schützenverein Hamwarde wieder die meisten Erfolge im Kreis zu verzeichnen. Sowohl in den Mannschaftswertungen als auch im Einzel waren die Hamwarder in vielen Disziplinen und mit verschiedenen Waffen vom Bogen bis zur Pistole erfolgreich.

Erfolgreich war auch Jan Uwe Dietel von der Jugendabteilung der Möllner Schützengilde von 1357. Der 12-Jährige wurde Landesmeister sowohl im Sprint als auch im Massenstart beim Sommerbiathlon.

Vincent Haaga vom JSC Ratzeburg war noch ein wenig erfolgreicher. Der 20-Jährige wurde Vierter bei den Europameisterschaften im Skeet-Schießen und bei der WM in Lima (Peru) belegte er den 13. Platz.

Bevor Kreispräsident Meinhard Füllner dann zum nächsten Termin fahren musste, überreichte er den Kreispräsidentenpokal an den Sieger des Jahres 2013, den Schützenverein Linau. Nachdem am Ende alle Sieger und Platzierten von Kreismeisterschaften und Rundenwettkämpfen ausgezeichnet und alle Teilnehmer von Deutschen-, Europa- und Weltmeisterschaften geehrt wurden, kam der Höhepunkt der Veranstaltung, die Proklamation der Kreismajestäten.

Die Damenehrenscheibe gewann Sabine Milius vom Schützenverein Linau. Sie setzte sich mit einer 10,8 und einem Teiler von 81,0 gegen immerhin 38 Konkurrentinnen durch. 37 der Damen hatten in diesem Wettbewerb eine 10 geschossen.

Kreisminikönigin wurde Nele Wagner aus Lehmrade, die genau wie Michaela Hamann aus Kastorf eine 10,7 geschossen hatte, aber den besseren Teiler vorweisen konnte. Kreisjungschützenkönig wurde Mattis Bruhn vom Schützenverein Breitenfelde. Der 20-jährige Student verwies Edgar Peitsch aus Lehmrade und Michel Hamann aus Kastorf auf die Plätze zwei und drei.

jeb

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