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Lauenburg Kreissparkasse legt eine Rekordbilanz für 2015 hin
Lokales Lauenburg Kreissparkasse legt eine Rekordbilanz für 2015 hin
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20:18 26.01.2016

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg hatte im vergangenen Jahr die meisten Schlagzeilen mit ihrer konsequent umgesetzten Re-Strukturierung — sprich:

Filialschließungen — erzeugt. Man hätte meinen können, das habe sich aufgrund des allgemeinen Aufschreis in der Öffentlichkeit, Politik und bei den Kunden vor Ort ob der Aufgabe vieler ländlichen Niederlassungen negativ aufs Geschäft ausgewirkt.

Doch weit gefehlt: „Wir haben 2015 ein herausragendes Ergebnis erzielt, ein sehr, sehr gutes“, betonte Rainer Burghardt, Vorstandschef der Kreissparkasse, zu Beginn seiner Ausführungen gestern in Geesthacht. Erstmals präsentierte das Führungstrio — Burghardt mit Udo Schlünsen und Christoph Herbers — die Jahresergebnisse in der schicken Filiale, dem in der Fußgängerzone angesiedelten innovativen ImmobilienCenter Süd (für Geesthacht und Wentorf/Hbg.). Damit sollte dem großen Gewicht, das die KSK im Südkreis mittlerweile im Finanz- und Immobiliengeschäft innehat, Ausdruck verliehen werden.

Im Gegensatz zur heftigen, öffentlich ausgetragenen Diskussion hätten die Mitarbeiter der Sparkasse bei den Kunden großes Verständnis für die neue Filialstruktur erfahren. Dabei sei die KSK ihren Kunden — vor allem den älteren — vielfach weit entgegen gekommen.

Im Übrigen profitiere die Sparkasse aber auch von der guten wirtschaftlichen Lage ihrer Kunden. Burghardt: „Geht es unseren Kunden gut, geht es uns auch gut.“ Mehr Kunden, mehr Konten, Steigerungen im Kredit- und im Einlagengeschäft, eine erhöhte Bilanzsumme und ein gestiegenes Betriebsergebnis (rund 500000 Euro über dem Vorjahresniveau) sorgten für eine erneute Steigerung des bereits letztjährigen Rekordergebnisses.

Besonders gut aufgestellt sieht sich die KSK im Immobiliengeschäft. Auch hier wurde das Ergebnis aus 2014 übertroffen. Die KSK-Makler vermittelten 2015 sage und schreibe 282 Immobilien und Grundstücke (+45 Prozent!). Und der Boom lässt nicht nach: „Um die große Nachfrage nach Baugrundstücken zu erfüllen, stehen unseren Kunden bereits jetzt 176 Grundstücke in sieben Baugebieten zur Verfügung“, erklärte Burghardt. Man sei zudem weiter auf der Suche nach neuen Flächen. Die Baugebiete befinden sich übrigens allesamt im Südkreis, in den es vor allem potentielle Bauherren aus Hamburg zieht.

Von der guten wirtschaftlichen Entwicklung der KSK profitiert übrigens auch der Kreis. Mit zwölf Millionen Euro ist die Sparkasse größter Steuerzahler im Herzogtum. Außerdem kündigte Schlünsen für 2016 „aller Voraussicht nach wieder eine Ausschüttung“ aus dem Betriebsergebnis an den Kreis an.

Zahlen zur Bilanz
Die Bilanzsumme erhöhte sich von 2,84 (2014) auf 3,0 Milliarden Euro. Großen Anteil daran hatte dabei das Kreditgeschäft. Hier wurden Kredite über 450 Mio. Euro zugesagt. Der Kreditbestand stieg auf 2,5 Mrd. Euro.



Trotz der niedrigen Zinsen wuchs auch das Einlagengeschäft: Die Kunden vertrauten der KSK 1,718 Milliarden Euro an (+ 3,0 Prozent). Fast 1800 Konten wurden 2015 mehr eröffnet als geschlossen. Hinzu kommen 800 Basiskonten für Flüchtlinge.


Mit 640 Mitarbeitern, davon 53 Azubis, beschäftigt die KSK zehn mehr als im Geschäftsjahr 2014.

Joachim Strunk

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