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Lauenburg Kreissportverband sucht Integrationslotsen
Lokales Lauenburg Kreissportverband sucht Integrationslotsen
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22:48 07.07.2017
Warben um Integrationslotsen: Andreas Bockholt (Kreis), Carsten Engelbrecht (KSV). Quelle: Fotos: Silke Geercken

Der Vorsitzende des Kreissportverbandes, Carsten Engelbrecht, hatte zusammen mit Andreas Bockholt, im Kreis für Flüchtlingsfragen zuständig, Vertreter von Sportvereinen nach Schwarzenbek eingeladen – leider war das Interesse der Vereine nur sehr gering. Das Konzept wurde von Sebastian Reiter vom Landessportverband vorgestellt. Start des vom Land geförderten Projektes „Sport für Alle – mit Flüchtlingen“ war bereits im vergangenen Sommer. Die nächste Ausbildung von Integrationslotsen beginnt im Juli. Es sind drei Module mit 45 Lerneinheiten, die im Juli, September und Dezember in Malente und Eckernförde stattfinden. Die Lotsen sollen Ansprechpartner für Vereine und Verbände sein, Flüchtlinge zu den ersten Sportveranstaltungen begleiten, Kontakte zu Kreis und Kommunen halten.

Flüchtlingen soll der Schritt in die Sportvereine erleichtert werden – Arbeit in vielen Kreisen bereits erfolgreich.

Die Arbeitszeit beträgt etwa zehn Stunden pro Woche und wird mit rund 450 Euro honoriert.

Der gebürtige Italiener Lillo Ciulla aus Lübeck arbeitet als Integrationslotse und berichtete von seinen Erfahrungen. „Ich weiß noch sehr gut, wie ich mich fühlte, als ich 1969 nach Deutschland kam.

Ratgebende Begleiter wären eine große Erleichterung gewesen“, sagte er. Lillo, der 20 Jahre Fußballtrainer war, trainiert zur Zeit 35 Flüchtlinge ab 16 Jahren, macht Fitness und Fußball – und Nordic Walking mit geflüchteten Frauen. Natürlich gebe es auch Probleme: „Einige Teilnehmer wollten lieber schwimmen, doch wir haben keine Halle gefunden. Einmal konnten wir an einem Turnier in Berlin nicht teilnehmen, da wir zwar einen Bus, aber keinen Fahrer hatten.“

Aber der Kreissportverband will sich nicht entmutigen lassen und hofft nun auf interessierte Bürger, die sich die Aufgabe als Integrationslotse vorstellen könnten. Voraussetzungen sind ein Mindestalter von 18 Jahren, Affinität zu Sport, Interesse an der Arbeit mit Flüchtlingen und Netzwerkarbeit sowie ein positiver Umgang mit Konflikten. Ausbildungsinhalte sind unter anderem Konfliktmanagement, Prävention gegen Gewalt, Kommunikationstraining.

Kontakt: Kreissportverband, Nicole Rusch, Telefon 04541/5112, E-Mail an ksv-lauenburg@t-online.de

 Silke Geercken

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