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Lauenburg Kreiswehrführer Raddatz von Delegierten abgewählt
Lokales Lauenburg Kreiswehrführer Raddatz von Delegierten abgewählt
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18:26 19.11.2016
Sven Stonies nimmt in diesem Moment die Wahl an. Hinter ihm will Michael Raddatz gratulieren. FOTO: JEB

Mit einem deutlichen Ergebnis ist Sven Stonies zum neuen Kreiswehrführer im Herzogtum Lauenburg gewählt worden. Auf Stonies entfielen 147 der 228 abgegebenen Stimmen. Amtsinhaber Michael Raddatz erhielt lediglich 77 Stimmen der Delegierten.

Das Prozedere

Die geheime Wahl gewinnt, wer im ersten Wahlgang mehr als die Hälfte aller abgegebenen Stimmen erhält. Sollte das nicht der Fall sein, reicht im zweiten Wahlgang die einfache Mehrheit.

Der Kreiswehrführer wird für sechs Jahre gewählt. Die Amtszeit für Sven Stonies beginnt am 1. Januar 2017 um 0 Uhr.jeb

Noch bei keiner vorherigen Wahl eines Kreiswehrführers im Lauenburgischen lag soviel Spannung in der Luft, wie am Freitagabend. Mit Sven Stonies hatte Amtsinhaber Michael Raddatz einen Mitbewerber um den Posten des Kreiswehrführers, der mindestens auf Augenhöhe mit ihm stand. Wo immer man in den vergangenen Wochen auch fragte, wurde von einem knappen Ergebnis und sogar einem möglichen zweiten Wahlgang gesprochen. Nur Möllns Bürgermeister Jan Wiegels hatte offenbar die richtigen Informationen eingeholt, denn er prophezeite schon am Morgen des Wahltages einen deutlichen Sieg seines Möllner Gemeindewehrführers.

Die Grußworte der Gäste, der Bericht der Kreiswehrführung und all die anderen Tagesordnungspunkte schienen die Delegierten an diesem Abend kaum zu interessieren. Alle warteten mit Spannung auf die Wahl. Um 21.18 Uhr rief Raddatz selbst den Punkt auf und übergab die Leitung an seinen Stellvertreter Torsten Möller. Bis dann der eigentliche Wahlvorgang durchgeführt war und das Ergebnis feststand, sollten allerdings noch einmal knapp 60 Minuten vergehen.

In der Zwischenzeit bildeten sich kleine Grüppchen und bei vielen war durchaus der Ausgang der Wahl das Thema der Gespräche. Um 22.15 Uhr trat dann Möller an das Mikrofon. Geradezu knisternde Ruhe herrschte im Saal. Man konnte die Spannung fast mit den Händen greifen. Dann das Ergebnis – und riesiger Jubel und Beifall für Stonies. Der nahm freudestrahlend die Wahl an. Und ein deutlich angeschlagener Michael Raddatz gratulierte als fairer Verlierer, während seiner Frau die Tränen in den Augen standen.

Eine Erklärung für diesen Erdrutschsieg mochte niemand abgeben. Landrat Christoph Mager brachte es auf den Punkt: „Es nötigt mir großen Respekt ab, mit welcher Souveränität Michael Raddatz nach seiner Wahlniederlage diese Versammlung zu Ende geführt hat. Das ist nicht selbstverständlich.“

Jens Burmester

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