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Kriegserbe: Bombensuche am Büchener Bahnhof

Büchen Kriegserbe: Bombensuche am Büchener Bahnhof

In den letzten Kriegswochen legten die Alliierten bei Luftangriffen den Büchener Bahnhof in Schutt und Asche.

Kampfmittelspezialisten aus Neumünster fahnden zurzeit in Büchen nach übrig gebliebenen Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg.

Quelle: hm

Büchen. Doch nicht alle Sprengsätze, die die Bomber vor 70 Jahren über Büchen abwarfen, explodierten auch. Ein Erbe, das die Büchener jetzt beim Bau der Mobilitätsdrehscheibe einholt. Seit Montag suchen Kampfmittelspezialisten systematisch den Untergrund im Bereich des Bahnhofsvorplatzes nach Blindgängern ab. In einem Raster von 1,5 Metern werden sechs Meter tiefe Löcher gebohrt und Sonden abgelassen.

„Theoretisch könnten da unten im Boden noch ein paar Zehn-Zentner-Bomben liegen“, sagt Bombensucher Martin Kerwitz von der Neumünsteraner Spezialfirma KMB. Schließlich hätten die Alliierten damals über Büchen so ziemlich alles abgeworfen, was sie gehabt hätten. Kerwitz wertet an einem Laptop die Messergebnisse der Sonden aus. Welche Technik dabei genau zum Einsatz kommt, ist Betriebsgeheimnis.

„Bei Abnormalitäten der Messergebnisse schauen wir dann genauer nach“, sagt Kerwitz. Sollte sich ein Verdacht erhärten, werden die Kampfmittelräumer gerufen. Die übernehmen dann die gefährliche Entschärfung. „Bislang haben wir noch nichts gefunden, aber das kann sich jede Minute ändern“, sagt Kerwitz. Dann müsste zuerst der Zugverkehr gestoppt werden.

Bei anderen Baustellen greifen die Experten auch gerne auf Luftbilder zurück. „Kleine Krater deuten dann darauf hin, dass die Bomben einst nicht explodiert sind“, so Kerwitz. Die Bilder oder auch Ladelisten der Bomber, über die die Art der tödliche Fracht zusammen mit Flugplänen identifiziert werden kann, gibt es allerdings nicht umsonst. Während in anderen Ländern das Minenräumen quasi Entwicklungshilfe ist, kassieren die Alliierten auch 70 Jahre nach Kriegsende für die Nutzung des Archivmaterials kräftig ab. „Alles Material, dass uns bei der Suche helfen könnte, müssen wir teuer bezahlen“, sagt Kerwitz. Am Büchener Bahnhof würde das kaum helfen. „Angesichts der Schuttberge, die die Bomber angerichtet haben, wäre ohnehin kaum etwas zu erkennen“, sagt Kerwitz.

 hm

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