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Kritik an Kürzung der Ferienbetreuung

Mölln Kritik an Kürzung der Ferienbetreuung

Die Möllner Grünen fordern den Status quo. Auch auf Facebook hagelt es Kritik an den Plänen, das Angebot zu halbieren. Die CDU wiederum verteidigt Kürzungspläne der Verwaltung.

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Mölln. In sozialen Medien hagelt es Kritik an den Plänen, die offene Ferienbetreuung in Mölln zu halbieren. Auch die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen kritisiert die Pläne der Verwaltung, in den Ferien nicht wie bisher zehn, sondern nur noch fünf Wochen pro Jahr anzubieten (LN berichteten). Stadtvertreterin Regina Hälsig (Grüne) begrüßt die Bitte der SPD bei der letzten Möllner Stadtvertretersitzung, noch einmal über die Reduzierung im Schul-, Sport-, Jugend- und Sozialausschuss zu beraten. Stadtvertreterin Anja Reimann (CDU) hingegen hält die Kürzungspläne für sinnvoll.

LN-Bild

Möllner Grüne fordern Status quo – Auf Facebook hagelt es Kritik – CDU verteidigt Kürzungspläne.

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Das Ferienangebot der OGA wird gemessen an den Schülerzahlen sehr schlecht angenommen. Anja Reimann, Stadtvertreterin der Möllner CDU

Es kann nicht Argument sein, die Betreuung zu kürzen, weil diese sich finanziell nicht trägt.

Regina Hälsig, Stadtvertreterin von Bündnis 90/ Die Grünen in Mölln

„Eine gesicherte und gute Betreuung auch in den Ferienzeiten ist wichtig für erwerbstätige und alleinerziehende Eltern“, sagt Hans Schneider, Mitglied der Stadtvertretung. Das Abstimmungsverhalten der SPD, die das Wort „sozial“ an erster Stelle im Namen trage, sich bei dieser Entscheidung zu enthalten, sei den Grünen vollkommen unverständlich“, heißt es in einer Pressemitteilung der Partei. „Die Grünen waren im Ausschuss die einzige Fraktion, die für eine Beibehaltung der zehnwöchigen Ferienbetreuung stimmte“, sagt Reimund Waldorf, Grüner Stadtvertreter im Sozialausschuss. „Es kann nicht Argument der Stadt Mölln sein, die Ferienbetreuung zu kürzen, weil diese sich finanziell nicht trägt, da ein großer Anteil der angemeldeten Kinder aufgrund der Sozialklausel nur den ermäßigten Beitrag bezahlen“, erklärt Hälsig. Es seien gerade diese Kinder und deren Eltern, die eine gute und gesicherte Ferienbetreuung benötigen, weil entweder wenig Geld vorhanden sei, oder diese Kinder auch in den Ferien eine Förderung bräuchten, so Hälsig. Dass umliegende Gemeinden geringere Angebote bieten, dürfe für Mölln kein Kriterium sein.

Anja Reimann, CDU-Stadtvertreterin und ebenfalls Mitglied im Sozialausschuss, verteidigte den Plan der Verwaltung auf Facebook. „Es gibt neben der OGA der Stadt Mölln Horte verschiedener Träger und die Nachmittagsbetreuung der Freien Schule. Der große Teil der betroffenen Schüler wird also dort wie bisher – auch in den Ferien – betreut“, erklärte sie. Das Ferienangebot der „Offenen Ganztagsangebote der Stadt Mölln“ werde gemessen an den Gesamtschülerzahlen sehr schlecht angenommen, so Reimann. Sie sei sich allerdings sicher, dass für die betroffenen Eltern für 2017 eine Lösung gefunden werden wird.

Auf Facebook gab es diverse kritische Stimmen von Bürgern: „Man sollte einfach mal die Eltern anhören und handeln. Wie soll man arbeiten gehen, wenn man nicht weiß, wohin mit dem Kind“, hieß

es etwa. Oder: „Das ist wirklich ein Unding. Woher soll man soviel Urlaub bekommen?“ „Traurig, mal wieder für wichtige Dinge kein Geld da“, heißt es weiter auf Facebook. Eine andere Nutzerin sagt:

„Es betrifft viele, die ihre Kinder schon lange angemeldet haben und jetzt um den Platz bangen müssen.“ Auch im Till Kindergarten sei die zweite Hortgruppe geschlossen worden, berichten Möllner.

„Das Problem ist seit Jahren, die ,unglückliche’ Vergabepraxis in den städtischen Kitas. Leider orientiert sich diese bis heute nicht am konkreten (Eltern-) Bedarf“, erwidert darauf Anja Reimann im sozialen Netzwerk. Fakt sei aber auch, dass die Eltern eine schulnahe Hortbetreuung wünschten. Reimann: „Dies führte letztlich auch zur Schließung der Hortgruppe in der Till-Kita.“

Für Eltern, die auf die Betreuung der Offenen Ganztagsangebote der Stadt hoffen, bleibt die Situation unklar. Am 23. Januar berät der Sozialausschuss erneut darüber.

 Florian Grombein

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