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Lauenburg Kritik an der Polizeileitstelle ist „blanker Unsinn“
Lokales Lauenburg Kritik an der Polizeileitstelle ist „blanker Unsinn“
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21:17 08.09.2016

„Es ist blanker Unsinn, der Polizeileitstelle Lübeck die Schuld für die langen Reaktionszeiten der Polizei in die Schuhe zu schieben.“ Im Namen der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) bezieht Thomas Nommensen, Stellvertretender Landesvorsitzender DPolG Schleswig-Holstein, Stellung zu den LN-Artikeln „Lauenburgische Polizei zählt zu den langsamsten im Land“ und „Unsere Polizisten sind nicht langsam“. Die Aussagen des Landtagsabgeordneten Burkhard Peters und von Bundestagsabgeordneten Konstantin von Notz (beide Bündnis 90/die Grünen) in den LN zeugen nach Ansicht des Gewerkschafters davon, dass sie sich „scheinbar in Unkenntnis der Tatsachen geäußert haben“. Das scheint sich zu bestätigen, denn wie die LN gestern erfuhren, sollen die vom Innenministerium auf die kleine Anfrage von Ekkehard Klug (FDP) vorgelegten Zahlen nicht korrekt sein.

Thomas Nommensen würde das nicht wundern: „In den Polizei-Regionalleitstellen leisten die Kollegen rund um die Uhr eine schwere, verantwortungsvolle und belastende Arbeit, das darf nicht diskreditiert werden. Tatsache ist, dass diese Polizei-Regionalleitstellen im Land schnellstmöglich und unverzüglich die eingehenden Notrufe bearbeiten und an die verfügbaren Streifenwagenbesatzungen weiterleiten. Tatsache ist aber auch, dass durch den Personalabbau der letzten Jahre die Polizeidichte in Schleswig-Holstein immer dünner wurde und zahlreiche sogenannte ,kleine’ Polizeidienststellen geschlossen werden mussten und immer noch werden. Die Polizeidirektion Ratzeburg hat darüber hinaus 2015 beschlossen, einige Polizeidienststellen zusätzlich zu schließen oder zusammenzulegen.“

Das alles führe dazu, dass nicht nur die Anfahrtswege für Polizeikräfte in ländlichen Gebieten immer länger werden, sondern auch die Anzahl der (gerade nachts und am Wochenende) verfügbaren Streifenwagen immer geringer werde. „Wenn das MdL Peters und MdB von Notiz nicht zur Kenntnis nehmen wollen, obwohl sie dafür als Teil der aktuellen Landesregierung mitverantwortlich sind, ist es ein Trauerspiel, das von Unredlichkeit zeugt“, sagt Nommensen.

Die DPolG kritisiert seit vielen Jahren den Personalabbau und die damit einhergehende Schließung von Dienststellen bei der Landespolizei: „Für uns ist das ein großer Fehler, da sich die Polizei immer mehr aus der Fläche zurückzieht und für den Bürger nicht mehr vor Ort ansprechbar ist.“ Daran ändere auch die jetzige Abkehr der Landesregierung vom sogenannten Personalabbaupfad bei der Polizei kurz- und mittelfristig nichts: „Die jetzt mehr eingestellten Polizeibeamten müssen erst ausgebildet werden und stehen demzufolge frühestens in etwa drei Jahren zur Verfügung.

LN

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