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Lauenburg Kritik an unerwarteten Kosten für Software in Mölln
Lokales Lauenburg Kritik an unerwarteten Kosten für Software in Mölln
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20:53 07.06.2017

Die Möllner Stadtvertreter haben Dienstagabend im Hauptausschuss einer umfangreichen Investition in eine neue Finanzsoftware zugestimmt. Auf Unverständnis stieß jedoch die Tatsache, dass die Verwaltung die nicht unerheblichen Kosten erst im Nachtragshaushalt einbrachte. In der nun nachgelegten Ergänzung zum Haushalt 2017 sind allein für die Einführung der neuen Software „Infoma“ 78000 Euro veranschlagt.

Hauptausschussvorsitzenden Horst Kühl (CDU) überraschen die unerwarteten Softwarekosten.

„Mich stört, dass diese neuen Kalkulationen quasi über Nacht stattfinden“, kritisierte der Ausschussvorsitzende Horst Kühl (CDU). Eine langfristige Haushaltsplanung dazu habe offensichtlich nicht stattgefunden. Der Support zum zur Zeit benutzen System läuft laut Verwaltung zum Jahresende aus. Das liege daran, dass es für die Kameralistik programmiert sei und dass nun die Doppik Einzug in Mölln gehalten habe, berichtete Martin Gröll, Leiter des Bereichs Zentrale Steuerung der Stadt.

Der Workflow lasse sich mit der neuen Software inklusive Dokumentenmanagementsystem verbessern und auch der Arbeitsaufwand in der Finanzverwaltung verringere sich. „Wo hört das Thema Software eigentlich einmal auf. Ich sehe keine Arbeitsersparnis dadurch“, erklärte hingegen Dieter Ruhland (FDP). Christiane Gehrmann (CDU) fragte, ob auch das Amt Breitenfelde die neue Software nutzen werde.

Gröll erklärte, dass es noch Verhandlungen mit dem Amt Breitenfelde darüber gebe. Die Grünen schlugen vor, die Investition zu schieben. „Die Schulung der Mitarbeiter für die neue Software wird erheblichen Zeitaufwand sich bringen“, so Thomas Buhmann, Fraktionsvorsitzender der Grünen. Und Parteikollegin Regina Hälsig bemängelte, dass man sich bei der Auswahl der Software nicht mit anderen Kommunen abgesprochen habe. Der Nachtragshaushalt wurde trotzdem beschlossen.

Ebenfalls Thema im Hauptausschuss war die Stellenanzeige der Stadt für die Nachfolge des kürzlich verstorbenen Eulenspiegel-Darstellers Mario Schäfer. „Die Stellenausschreibung hat überregional in der Presse für Aufmerksamkeit gesorgt“, erklärte Bürgermeister Jan Wiegels. Nacht den LN hatten auch die Deutsche Presseagentur, Focus oder etwa Spiegel-Online darüber berichtet. Bislang seien jedoch nur vier Bewerbungen eingegangen, heißt es aus Verwaltungskreisen.

fg

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