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Lauenburg Künftig ein Fachbereich statt vieler Einzelbereiche
Lokales Lauenburg Künftig ein Fachbereich statt vieler Einzelbereiche
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19:19 20.10.2016
„Es wäre sinnvoll, dass sich alle Fraktionen mit der Verwaltung zusammensetzen, um eine Strategie für die Zukunft zu erarbeiten.“Jan Wiegels, Bürgermeister

hat eine umfangreiche Umstrukturierung der Verwaltung beschlossen. Nach dem Aussteigen des Grünamtsleiters Jörg Thun in zwei Jahren sollen die Aufgabenbereiche Abwasser, Baubetriebshof, Straßenreinigung sowie Forst- und Grün inklusive der Bereiche Stadtwald, Stadtgrün, Gewässer und Uhlenkolk zu einem Fachbereich zusammengefasst werden.

Bürgermeister Jan Wiegels und Martin Gröll, Leiter des Fachbereichs Zentrale Steuerung und Organisation der Stadt Mölln, versprechen sich von dieser Neugliederung, die bereits von den Stadtvertretern mehrheitlich abgesegnet wurde, eine „effektivere Steuerung“ und vor allem eine Kostenersparnis. Abgestimmt wurde auch über eine „strategische Haushaltsplanung“.

„Es wäre sinnvoll, dass sich alle Fraktionen mit der Verwaltung zusammensetzen und Prioritäten setzen, um eine Strategie für die Zukunft zu erarbeiten“, erklärte Jan Wiegels diese Idee. Wie diese Treffen aussehen könnten, steht bislang noch nicht fest. Aber ist zu erwarten, dass Entscheidungen der Stadtvertreter künftig schon vor den öffentlichen Sitzungen feststehen? Bürgermeister Wiegels winkt ab. „Wir wollen damit nur die vielen kleinteiligen Diskussionen hemmen. Dazu ist es nötig, Prioritäten zu setzen.“ Gröll nennt die Verständigung mit den Fraktionen auf einen Fahrplan „Freiwillige Selbstbindung“ und verweist auf gute Erfahrungen im Laufe seiner Karriere in anderen Deutschen Verwaltungen.

Der Entscheidung über eine Neugliederung war eine Bewertung einer externen Beraterfirma vorausgegangen. Im Gespräch war auch die Einrichtung eines Eigenbetriebes. Aus Sicht der Stadt mache dieser aber in Zeiten der Doppik keinen Sinn mehr. „In der Doppik stehen uns als Verwaltung bereits alle betriebswirtschaftlichen Instrumente zur Verfügung. Würden wir noch kameralistisch arbeiten, wäre das anders“, so Gröll. Und Wiegels betont, dass die Einstellung eines Betriebsleiters für einen Eigenbetrieb mit Kosten verbunden wäre. Außerdem würden dadurch Teile des städtischen Vermögens ausgegliedert werden. Die Vereinigten Stadtwerke seien ein Erfolgsbeispiel für Privatisierung gewesen. „Doch in der Forst können wir keine derartigen Gewinne generieren, wie bei einem Energieversorger“, so Gröll. Deshalb biete sich bei der Neugliederung kein Eigenbetrieb an.

Parallel zur Neugliederung sollen die dezentrale Ressourcenverantwortung und sinnvolle Elemente der Kosten- und Leistungsrechnung sowie des Controllings für die gesamte Stadtverwaltung eingeführt werden.

Die Verwaltung geht von einem Umsetzungszeitpunkt in etwa zwei Jahren aus. Eine längere Phase der Umsetzung sei jedoch nicht ausgeschlossen.

Florian Grombein

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