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Lauenburg Künstlerhaus in Schwarz-Gelb
Lokales Lauenburg Künstlerhaus in Schwarz-Gelb
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20:35 22.09.2016

Schwarze und gelbe Teppiche ziehen sich vom Eingang durch das gesamte Künstlerhaus über die Terrasse bis hinunter zur Elbe. Auch die Bar ist in den Farben Lauenburgs gekleidet. Stipendiat Christian Helwing macht das Künstlerhaus in Lauenburg zu einer begehbaren Skulptur. Morgen eröffnet seine Ausstellung „Double Blind“. Die Kunsteinrichtung in der Elbstadt hat indes Personalsorgen und bittet die Stadt Lauenburg um finanzielle Unterstützung.

Dem sonst eher dunklen Barraum gab der Künstler eine schwarz-gelbe Verkleidung. Quelle: Christian Helwing

„Wir können die gesamte Verwaltungsarbeit nicht mehr durch Ehrenamt stemmen“, sagt Ulrike Mechau-Krasemann, erste Vorsitzende des Vereins Künstlerhaus Lauenburg/Elbe. „Die Gelder, die wir vom Land und durch Beiträge unserer 44 Mitglieder bekommen, reichen nicht und gehen fast vollständig an die Künstler“, so Mechau-Krasemann. Deshalb fragte sie im städtischen Ausschuss für öffentliche Einrichtungen, Wirtschaft und Tourismus nach, ob die Stadt eine 450 Euro-Stelle für die Verwaltung des Künstlerhauses finanzieren könne.

„Wir müssen eine langfristige Lösung für das Künstlerhaus finden“, so Reinhard Nieberg, Leiter des Stadtentwicklungsamtes, bei der Ausschusssitzung. Schnell mal eine Stelle für ein halbes Jahr zu schaffen, reiche da nicht. „Auf einen Hilfeschrei des Künstlerhauses müssen wir hören und uns zeitnah zusammen setzen“, sagt Katharina Bunzel von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Gestern kam Ulrike Mechau- Krasemann mit Bürgermeister Andreas Thiede, Bürgeramtsleiter Thomas Burmester und Reinhard Nieberg zum ersten nicht öffentlichen Gespräch an einen Tisch. Über den Ausgang möchte Mechau-Krasemann nichts sagen. „Die Stelle aus dem städtischen Haushalt zu bezahlen wird denkbar schwer. Wir müssen sehen, wie wir dem Verein helfen können“, so Thiede.

Der Verein Künstlerhaus wird vor der nächsten Ausschusssitzung am Mittwoch, 9. November, seinen Plan in den Fraktionen vorstellen. Außerdem hofft er auf Unterstützung seiner neuen Projektidee „Kunst im öffentlichen Raum“, die zum Jahresende die Stadtgalerie ablösen soll. Die morgen um 17 Uhr startende Ausstellung ist ein Vorgeschmack auf die neue Idee, Kunst und Architektur zu verbinden: „Der Künstler spricht von einer architektonischen Klammer, die er vom Innenraum des Hauses bis zur Elbe spannt“, sagt Marita Landgraf, künstlerische Leiterin. Der experimentelle Aufbau mit langen Bahnen aus gelbem und schwarzem Teppich soll das Künstlerhaus drei Wochen lang zu einer begehbaren Skulptur machen.

So wird das Künstlerhaus bisher finanziert

Gemeinsam tragen der Kreis Herzogtum Lauenburg und die Stadt Lauenburg die monatlichen Betriebskosten mit je 5600 Euro und 6100 Euro.

Das Land Schleswig-Holstein gibt den Künstlern Stipendien von 700 Euro pro Monat. Ihre Unterkunft wird über den Verein und die Betriebskosten bezahlt.

Der Verein Künstlerhaus hat keinen Mindestbeitrag für Mitglieder. „Wir freuen uns über 100 Euro Jahresbeitrag und brauchen eigentlich 100 Mitglieder“, sagt Mechau-Krasemann.

Stefanie Ender

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