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Lauenburg „Kultur ist das, was uns zusammenhält“
Lokales Lauenburg „Kultur ist das, was uns zusammenhält“
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20:10 25.11.2017
Zahlreiche Gäste aus allen gesellschaftlich relevanten Bereichen waren zur 40-Jahr-Feier der Stiftung Herzogtum Lauenburg gekommen. Quelle: Fotos: Wiemer
Mölln

Am 29. Oktober 1977 von dem späteren schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Uwe Barschel und dem Unternehmer Karl-Josef Ballhaus gegründet, wurde die Stiftung mit Sitz zunächst im Herrenhaus Steinhorst zum neuen Dreh- und Angelpunkt für die Kulturarbeit und die Naturerhaltung im Kreis Herzogtum Lauenburg, blickte Stiftungspräsident Klaus Schlie zu Beginn der Jubiläumsfeier vor zahlreichen geladenen Gästen im Stadthauptmannshof auf die Anfänge zurück.

Vor 40 Jahren wurde die Kulturarbeit des Kreises auf neue Beine gestellt: Seit vier Jahrzehnten stellt die Stiftung Herzogtum Lauenburg eine Erfolgsgeschichte dar, die als Leuchtturm weit über den Kreis hinaus strahlt, resümierte Stiftungspräsident Klaus Schlie bei der Jubiläumsfeier in Mölln.

CDU-Mann Schlie, der seit sieben Jahren mit seinem Vize, dem früheren Möllner Bürgermeister Wolfgang Engelmann (SPD) an der Spitze der Stiftung steht, betonte zu diesem Anlass vor allem die Vorzüge der Stiftungskonstruktion gegenüber einer rein in Verwaltungshänden liegenden Kulturarbeit. Allein das Engagement der vielen ehrenamtlich Tätigen habe gezeigt, wie fruchtbar die Stiftungsarbeit bislang gewesen sei. „Es war nicht immer ganz einfach, es gab auch Höhen und Tiefen, aber es hat immer viel Freude bei diesem Engagement gegeben“, sagte Schlie. Über Parteizugehörigkeiten hinweg habe es stets einen Geist der Pluralität gegeben, wie sich an der Zusammensetzung des Vorstandes allein ablesen lasse.

Mittlerweile habe die Stiftung – auch durch die Aufwertung seit 2015 als Kulturknotenpunkt des Landes für die Kreise Herzogtum Lauenburg und Stormarn – eine Leuchtturmfunktion mit wachsender Strahlkraft. So stelle allein der seit 2006 jährlich wiederkehrende Kultursommer am Kanal – und das könne Schlie als Landtagspräsident gut beurteilen – ein bedeutendes Alleinstellungsmerkmal im Lande dar. Bei allen positiven Entwicklungen – so kam 1986 auch die Lauenburgische Akademie für Wissenschaft und Kultur hinzu – und großer allgemeiner Wertschätzung und Spendenbereitschaft sei doch aus diesem Anlass erwähnenswert, dass der Kreis – noch – nicht zu der großen Familie der Förderer und Spender im Lauenburgischen zähle. „Kultur ist das, was die Gesellschaft zusammenhält“, unterstrich Schlie.

Kreispräsident Meinhard Füllner rief noch einmal die unterschiedlichen vielfältigen Bereiche auf und hob vor allem die identitätsstiftende Kraft der Stiftung hervor. Er schloss den Appell an, dass das Land den Kulturknotenpunkt stärker nutzen sollte. Schließlich gebe es bei dem Ziel, verschiedene Kulturaktivitäten im Kreis zu vernetzen, noch einiges zu verbessern.

Wandelnd sehen und hören

Kultur auf ungewöhnliche Weise erlebbar war anlässlich der Jubiläumsfeier im Stadthauptmannshof durch das anschließende „Wandelkonzert“. Dabei wurde eine Idee aus dem Kultursommer am Kanal aufgenommen, wobei jeweils vier Musiker und bildende Künstler/innen in verschiedenen Räumen eine Kollage aus akustisch und visuell wahrzunehmender Kunst darboten. Dabei wurde erstmalig auch der neue Karlheinz Goedtke-Raum der Öffentlichkeit präsentiert.

Matthias Wiemer

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