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Lauenburg Kultursommer: Düwel setzt im Jubiläumsjahr auf Liebe
Lokales Lauenburg Kultursommer: Düwel setzt im Jubiläumsjahr auf Liebe
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20:45 16.05.2018
Die Organisatoren und Sponsoren bei der Pressekonferenz: Mit einem Mittsommerfest soll der Kultursommer 2018 vor dem Kreismuseum am Ratzeburger Dom beginnen. Die Musiker und die Kinder Soraya, Konrad und Emma (v. l.) proben schon einmal. Quelle: Fotos: Grombein
Ratzeburg

„Der Kultursommer ist zum Motor geworden für alle Kulturschaffenden im Kreis“, sagt Kreispräsident Meinhard Füllner. Im Lauenburgischen seien seit Gründung der Reihe kulturelle Schätze im Verborgenen gehoben worden. Und dass besagter kultureller Motor läuft, zeigen die 1100 Akteure des Festivals, das in diesem Jahr vom 24. Juni bis zum 23. Juli veranstaltet wird. Das Motto: „Am Horizont . . . die Liebe“ hat Düwel in seinem zehnten Jahr als Intendant des Kultursommers gewählt.

Ein Spaziergang mit Barlach, Chorgesang im belebten Seebad oder der „Sommernachtstraum“ für Zuhörer im Kanu: Der Kultursommer 2018 zeigt sich im frischen Gewand. Ein schriller Internetauftritt macht das Festival zum interaktiven Erlebnis. Intendant Düwel feiert nebenbei Zehnjähriges.

Liebesgeschichten an Theaterabenden, liebevolle Begegnungen bei Konzerten und die Liebe zur bildenden Kunst will der Leiter des Kultursommers den Besuchern präsentieren. 1100 Mitwirkende bei 82

Veranstaltungen an 37 Orten – Besucher haben die Qual der Wahl.

Eröffnet wird das Event in diesem Jahr wieder einmal in der Inselstadt Ratzeburg – diesmal mit einem schwedischen Mittsommerfest. Es gibt viel Musik, Tanz und kulinarische Leckerbissen rund um das Paul-Weber-Museum. Zum Auftakt am 24. Juni um 15 Uhr wird schwedische Musik vor dem Kreismuseum gespielt. Geigen und Akkordeonklänge, Kränze flechten und das Aufstellen des „Majstang“, dem schwedischen Pendant zum Maibaum, stehen an.

Vor dem Kreismuseum gaben die Musiker Mechthild Frielingsdorf (Violine), Lorenz Stellmacher (Akkordeon) und Günter Klose (Nyckelharph) gestern schon einmal eine Kostprobe der schwedischen Musik. Dazu tanzten die Kinder aus der Kita am Domhof – Soraya, Konrad und Emma – einen kleinen Reigen mit Blumenkränzen im Haar.

Am Eröffnungstag um 18.30 Uhr wird ein „White Dinner“ mit Picknickkörben veranstaltet. Zum Abschluss der Eröffnungsfeier erklingen im Ratzeburger Dom zwei Konzerte vom Abend bis in die Nacht: Um 21 Uhr bieten das Ratzeburger Vokalensemble und Domorganist Christian Skobowsky Auszüge des „Israelsbrünnleins“ von J. H. Schein. Um 22 Uhr dürfen Gäste sich im Refektorium auf Klänge von Avantgarde bis Barock freuen.

„Das spannungsreiche Design hat manches ,Aha‘ erzeugt“, sagt Stiftungspräsident Klaus Schlie zur Reaktion auf die neue Homepage. Es gehe gerade darum, Aufmerksamkeit zu erzeugen für den Kultursommer.

Jetzt sind auch die Standorte der Ateliers und Konzerte über Google-Karten sichtbar. Das Besondere am Kultursommer sei laut Schlie, dass nicht wie andernorts Kultur von draußen eingekauft werde, sondern, dass Menschen aus dem Kreis agierten.

Ein Höhepunkt sei die schauspielerische Leistung von Wolfgang Häntsch beim Theaterspaziergang „Barlach . . . als ich Indianer war“, erklärt Düwel. Neu ist auch der Chorgesang im Freibad am Behlendorfer See oder der „Kultursommer op Platt“. Karten für das beliebte Kanu-Wander-Theater mit dem „Sommernachtstraum“ werden in diesem Jahr verlost. Die Anmeldung beginnt heute (E-Mail:

info@kultursommer-am-Kanal.de). „Die Chöre singen, was auch den Badegästen gefallen wird“, sagt der Intendant. „Wir sind stets auf der Suche nach neuen Ideen und laden alle Bürger ein, uns zu helfen.“

Auszüge aus dem Programm

Mit „Barlach . . . als ich Indianer war“ erleben Gäste einen Theaterspaziergang mit Wolfgang Häntsch durch Ernst Barlachs Elternhaus in Ratzeburg, in dem Besucher ahnen, wie aus dem Geschichtenerfinden eines Jungen der Ausgangspunkt für die spätere Künstlerpersönlichkeit wird. Es ist ein Projekt in Kooperation mit dem Förderverein Ernst-Barlach- Museum Ratzeburg e. V. und freundlicher Unterstützung der Ernst Barlach Gesellschaft.

Im Alten Viehhaus auf Gut Segrahn durchleben Gäste die Liebeswirren in „Die schöne Magelone“, in der Timotheus Maas, Lémuel Grave und Moritz Grabbe unter der Regie von Frank Düwel ein Musiktheater der Liebe erzählen.

Auch das Kanu-Wander-Theater widmet sich in „Ein Sommernachtstraum“ der manchmal großen, manchmal flüchtigen Liebe: Theater im Kanu, in Scheunen und Ställen. Nach einem Jahr des Pausierens ist das Heubodentheater wieder dabei und in Berkenthin gibt es einen Kinoabend unter freiem Himmel.

In der Petri-Kirche Geesthacht treffen mehr als 80 Kinderstimmen des Chors in der Oberstadt auf Töne der Cellistin Sigrid Strehler von den Lübecker Philharmonikern und zaubern eine gemeinsame Klangwelt. Eine weitere neue Begegnung findet am Behlendorfer See statt: Im neuen Format „Singen am See“ treffen verschiedene Chöre aufeinander und singen.

Bei „Beach unplugged“ spielen junge, hoch begabte und kreative Musikern im Strandbad Ratzeburg. Auch in Lauenburg, Mölln und Möhnsen gibt es Musik. Gitarren in der Tabakfabrik, Folk im Garten, klassische Musik und Gospel in der Kirche sind zu hören.

Alles zum Programm ist im Reisebegleiter (erhältlich im Stadthauptmannshof Mölln) des Kultursommers enthalten. Im Internet unter www.kultursommer-am-kanal.de.

Florian Grombein

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