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Kunst oder Weg? Mustin soll sich entscheiden

Mustin Kunst oder Weg? Mustin soll sich entscheiden

Die Entscheidung fällt am übernächsten Sonntag, 28. Februar: Dann stimmen die 641 wahlberechtigten Mustiner über die Frage ab „Sind Sie dafür, dass auf den Bau eines Verbindungsweges zwischen Mustin-Siedlung und dem Dorfgemeinschaftshaus verzichtet wird?“ Der Weg soll ein „Pfad der Sinne“ werden und würde wohl 60 000 Euro kosten.

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Uwe Kühl stellte das Projekt in einer Power-Point-Präsentation vor.

Quelle: Thomas Biller

Mustin. „Egal wie es ausgeht, Hauptsache, es kommt endlich wieder Ruhe rein“, erklärt Holger Schulz, Landwirt und Vorsitzender der Allgemeinen Wähler Mustins (AWM).

Das Bürgerbegehren

Das Bürgerbegehren ist der Antrag auf einen Bürgerentscheid. Es ist ein Mittel der direkten Demokratie und wird wie eine Wahl durchgeführt.

In Mustin sind 641 der insgesamt 780 Einwohner wahlberechtigt. Sie stimmen am Sonntag, 28. Februar, von 8 bis 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus ab.

Die AWM hatte dieses Bürgerbegehren beantragt, weil sie dem Projekt des Verbindungsweges ablehnend gegenüber steht. Schulz: „Die Gemeinde ist finanziell nicht auf Rosen gebettet und durch den Kindergartenumbau stark eingebunden. Da braucht es nicht auch noch einen neuen Weg für 60000 Euro, wie es eine Kostenschätzung des Bürgermeisters vor drei Jahren ergeben hat.“

Zur näheren Information der Bürger hatte daher der Gemeinderat am Donnerstagabend zu einer Einwohnerversammlung eingeladen. 95 Mustiner und fünf Auswärtige waren ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen, um sich von den handelnden Personen die zum größten Teil bekannten Argumente Für und Wider anzuhören — immerhin in einer sachlichen Atmosphäre. In der Vergangenheit hatte es schon hitzigere Diskussionen gegeben.

Zu Beginn berichtete Captain Alfred Vogel, Vorsitzender des Vereins für kulturelle Dorfentwicklung Mustin, über das Vorhaben des Vereins. Demnach soll dieser Verbindungsweg ein „Pfad der Sinne“ werden, ganz im Geiste des deutschen Tischlers, Künstlers und Pädagogen Hugo Kükelhaus (1900—1984), der in Mustin seine Grabstätte hat und mit dessen Tochter Vogel verheiratet ist. Kükelhaus wurde vor allem durch das von ihm entwickelte „Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne“ bekannt. Auch auf dem Mustiner Verbindungsweg sollen die Wanderer an verschiedenen Stationen ihre Sinne — Sehen, Hören, Riechen, Fühlen — erproben können.

„Gegen diese Kunst hat niemand etwas“, nahm Schulz Vogels Ausführungen positiv auf. Allerdings könne man die auch auf anderen Flächen im Dorf präsentieren, ohne viel Geld für einen Weg auszugeben, der zudem über rund 200 Meter durch ein Vogelschutzgebiet führe. Letzteres bestätigte Uwe Kühl, 2. stellvertretender Bürgermeister (SPD), in einer gelungenen Power-Point-Präsentation inklusive eines Drohnenfilms über den beabsichtigten Verlauf des Weges. Immerhin, so Kühl, habe der Kreis schon Bereitschaft signalisiert, einen solchen Pfad nach einer entsprechenden Vorabstimmung zu genehmigen.

Die von Schulz angeführten Kosten von 60000 Euro bezögen sich zwar tatsächlich auf eine Kostenschätzung, die Bürgermeister Bernhard Reis 2013 hatte aufstellen lassen. „Allerdings waren wir damals von einer Länge von 1300 Metern und zwei Metern Breite ausgegangen“, erklärt Reis. Die tatsächliche Strecke sei aber nur 640 Meter lang, und die Breite könne auch nur einen oder anderthalb Meter messen. „Außerdem müssen wir auch keinen gepflasterten, mit Lampen ausgestatteten Weg anlegen. Es reicht ein Trampelpfad.“ Darüberhinaus könnte man Fördergelder oder Zuschüsse beispielsweise bei der Aktivregion beantragen. Alles in allem sei aber noch überhaupt nichts beschlossen. Insofern käme das Bürgerbegehren für ihn „viel zu früh“.

Joachim Strunk

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