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22:21 24.06.2013
Von Norbert von Lingelsheim-Dreessen
Marta Kieltyka mit ihrem kranken Sohn Bruno. Quelle: Foto: Norbert Dreessen
Der Fall Bruno

hat viele Leser der Lübecker Nachrichten beschäftigt. Vor allem für die Haltung der Krankenkasse gibt es dabei kaum Verständnis. Hier ein paar Reaktionen auf der Facebook-Seite von LN online:

„Deutschland und kinderfreundlich — und wir wundern uns, dass es immer weniger Nachwuchs gibt. Mit Kindern ist man hier gestraft und nicht gefördert.“

„Die Menschen müssen erfahren, was hier so schief läuft. Es ist echt traurig! Bruno ist so ein süßes Kind.“

„Das sind alles Geldgeier. Wollen von jedem Bürger manchmal horrende Beiträge und dann verwehren sie einem so jungen Leben die Hilfe. Bei sowas möchte ich nur noch brechen . . .“

„Typisch AOK! Mit denen gibt es immer Probleme, wenn man etwas will!“

„Wenn sicher ist, dass andere Kassen zahlen, hätte ich schon längst gewechselt. Das geht mit zweimonatiger Frist und wäre wahrscheinlich schneller gewesen als die Gerichtsverhandlungen. Zeit verschenkt.“

„Die Krankenkassen haben allgemein zu viel Macht und man muss um alles kämpfen. Die sitzen viele Sachen einfach aus und der kleine Mann verhungert am langen Arm.“

„Typisch Deutschland. Geld regiert die Welt. Kenne ich aus der eigenen Familie mit einer anderen Krankenkasse.“

„Schade. Das ist eine bodenlose Frechheit, was die Krankenkasse da abzieht.“

„Unfassbar, einem so kleinen Schatz nicht zu helfen.“

Schnelle Hilfe für den kleinen Bruno: Helm kann bestellt werden
Gute Nachrichten für den kleinen Bruno aus Mölln und seine Eltern: Dem zehn Monate alten Kind, das wegen einer schweren Krankheit eine starke Kopfverformung hat und deshalb dringend eine spezielle Helm-Therapie benötigt, kann sehr schnell geholfen werden. Wahrscheinlich noch diese Woche wird Bruno einen sogenannten Cranio-Helm angepasst bekommen, der seinen Kopf behutsam wieder in die Normalform bringen soll.

Wie die LN berichteten, haben Brunos Eltern fünf Monate lang mit der Krankenkasse AOK gestritten, doch die weigerte sich bis zuletzt, den 1300 Euro teuren Helm zu bezahlen. Dessen Wirksamkeit sei „nicht ausreichend belegt“. Das sei „eine unglaubliche Haltung“, befand Peter Schmid, Vorsitzender des Vereins „Unterstützung schwersterkrankter und behinderter Kinder“ in Büchen. Die Familie brauche schnell Hilfe, und so rief Schmid in den LN zu einer Spendenaktion auf.

Die war sehr erfolgreich, denn bis gestern Abend gingen fast 700 Euro ein. Mit weiteren Spenden wird gerechnet — und wenn die nicht kommen, zahlt der Verein die fehlenden Summe für den Cranio-Helm.

„Wir sind überglücklich und sehr, sehr dankbar“, sagte Brunos Vater Gerit Helbig gestern den LN. In wenigen Tagen solle jetzt seinem Sohn in Hamburg der Helm angepasst werden. Bruno werde den Helm mindestens drei Monate tragen müssen, er werde zwischendurch mehrmals seiner Kopfform angepasst werden. So hatten es die Ärzte der Familie geraten.

nd

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