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Lauenburg LKW-Kontrolle: Jeder zweite fiel durch
Lokales Lauenburg LKW-Kontrolle: Jeder zweite fiel durch
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17:37 11.11.2011
Quelle: Jens Burmester
Gudow

Das Technische Hilfswerk (THW) leuchtete die Einsatzstell taghell aus und das DRK Schwarzenbek übernahm die Verpflegungh der Einsatzkräfte bei Temperaturen um 0 Grad in einem beheizten Zelt.

Von den 174 kontrollierten Lkw´s wurden 94 beanstandet. Das entspricht einer Quote von 54 Prozent.„Das Ergebnis bestätigt, dass wir gerade im Bezug auf die Verstöße im Fahrpersonalrecht solche Kontrollen durchführen müssen. Und wir werden weiteren Kontrollen dieser Art den Kontrolldruck noch erhöhen“, erklärt der stellvertretende Leiter der Polizeidirektion Ratzeburg, Holger Meincke.

Die meisten Verstöße richteten sich gegen die Einhaltung der vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten. Hier schrieben die Beamten 61 Anzeigen. „Es kommt immer häufiger vor, dass die Fahrer ohne eingesteckte Fahrerkarte unterwegs sind. Dann wird es für uns schwer, einem bestimmten Fahrer seine Fahrten nachzuweisen“, erklärt Einsatzleiter Kristian Käding den LN.

Ein 27-jähriger Niederländer wurde positiv auf Betäubungsmittel getestet. Dem Fahrer wurde eine Blutprobe entniommen und die Weiterfahrt untersagt. Der 27-jährige war mit Lebensmitteln von Holland nach Wittstock unterwegs. Ein 26-jähriger Deutscher war mit einem 40-Tonner unterwegs und konnte keine gültige Fahrerlaubnis für LKW vorlegen. Eine Führerscheinabfrage ergab, dass der 26-jährige nur im Besitz der Fahrerlaubnis der Klasse BE ist (Kfz bis 3,5 Tonnen). Die Beamten untersagten dem Mann die Weiterfahrt. Gegen den Fahrer wird nun wegen des Verdachtes des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt.

Bei 11 LKW´s wurde festgestellt, dass diese innerhalb des Kontrollzeitraums ohne gesteckte Fahrerkarte geführt wurden. Diese Lenkzeiten betrugen bis zu 50 Stunden im Kontrollzeitraum. Für zwei Fahrer von Sattelzügen einer bereits häufig in Erscheinung getretenen Speditionsfirma begann nach der Kontrolle ihr Wochenende. Beide hatten die zulässige Lenkzeit von 90 Stunden in zwei aufeinander folgenden Wochen bereits deutlich überschritten. Beiden Fahrern wurde die Weiterfahrt bis Montag 00 Uhr untersagt. Ein anderer Fahrer war bereits 23 Stunden mit seinem Sattelzug unterwegs. Seine längste Pause in dieser Zeit betrug 3 Stunden. 14 ausländische Fahrzeugführer mussten jeweils Sicherheitsleistungen zwischen 40,- Euro und 540,- Euro in an Ort und Stelle in bar entrichten.

Trauriges Ergebnis einer Kontrolle :

61 Verstöße gegen Fahrpersonalrecht

4 Fahrzeuge mit Überladungen von bis zu 22 Prozent

4 Gefahrguttransporter mit Mängeln

9 Verstöße wegen mangelnder Ladungssicherung

8 mal waren Reifen so gravierend beschädigt, dass sie gewechselt werden mussten

30 mal Untersagung der Weiterfahrt

jeb

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