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Lauenburg Lack ab? Thomas Wolff aus Mölln hat was dagegen
Lokales Lauenburg Lack ab? Thomas Wolff aus Mölln hat was dagegen
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21:18 20.09.2013
Wirklich alles glatt? Thomas Wolff legt in der Lackiererei des Autobetriebs Vorkamp auch noch selbst Hand an. Quelle: Fotos: Norbert Dreessen

Wenn man über jemanden sagt, bei ihm sei der Lack ab und das nicht im übertragenen Sinne, sondern wörtlich meint, dann ist der Betroffene bei Thomas Wolff in Mölln richtig.

Den Autobetrieb Vorkamp an der Industriestraße 3 gibt es dort schon seit 44 Jahren, doch er wurde im Laufe der Zeit immer wieder erweitert und modernisiert. Man legt hier vor allem Wert auf erstklassige Lackierungen, erklärt Geschäftsführer Wolff. Gemeinsam mit Uwe Heitmann hat er die Firma, in der er zuvor angestellt war, 2006 übernommen.

Wolff wurde 1964 in Ratzeburg geboren, besuchte dort die Realschule und dann in Mölln die Handelsschule. In Ratzeburg absolvierte er eine Lehre als Kraftfahrzeugmechaniker und arbeitete anschließend für ein BMW-Autohaus in Ratzeburg und später lange für einen VW-Betrieb in Mölln.

Der Mann versteht also etwas von Autos, und in seinem Betrieb werden denn auch fachkundige Unfallreparaturen aller Art angeboten. Den Schwerpunkt im Autobetrieb Vorkamp bilden jedoch Lackierungen.

Gerade sind wieder zwei neue Spritzkabinen geschaffen worden, aus denen die Fahrzeuge blitzend und blinkend wieder herauskommen — egal, wie zerschrammt oder matt ihr Lack vorher war.

Selbst Oldtimer, die mehr als ein halbes Jahrhundert auf dem Blech-Buckel haben, erstrahlen hier in neuem alten Glanz. Farbtöne, die es längst nicht mehr serienmäßig gibt, werden mit Hilfe eines speziellen Spektrometers ermittelt und nachgefertigt — genau so, wie sie einst aussahen. Auch Lastwagen, Wohnmobile oder Sportboote werden in Thomas Wolffs Betrieb lackiert. Sogar Gartenzäune, Türen, Schränke und ganze Küchen bekamen hier schon neue Farbe und sehen dann manchmal besser aus als im einstigen Neuzustand.

Das Lackieren ist heute übrigens aufwändiger als früher. Wie einst nur bei Metallic-Farben bekommen inzwischen auch Autos in Uni-Tönen wie einem schlichten Weiß eine zusätzliche Schutzschicht aus Klarlack, die ein späteres Ausbleichen verhindert. Dieses System ist auch in Sachen Kratzfestigkeit den Einschicht-Systemen deutlich überlegen.

Allerdings dauern die Arbeiten schon wegen der zusätzlich nötigen Trocknung länger, was für die Kunden des Autobetriebs Vorkamp allerdings kein großes Problem darstellt: „Wir verfügen über fünf Mietwagen jeder Größe, vom Kleinwagen bis zum Transporter", sagt Wolff. Ein eigener Schleppwagen sowie der Hol- und Bringservice gehören ebenfalls zum Dienst am Kunden.

Lack an Autos soll blitzen und strahlen — so war es jedenfalls jahrzehntelang. Neuerdings kommt aber gerade bei hochpreisigen Fahrzeugen (gegen einen weiteren heftigen Aufpreis!) Mattlack in Mode, doch davon hält Lack-Profi Wolff nicht viel: „Ein paarmal durch die Waschanlage gefahren, und schon hat der Lack sich verändert und ist glatter geworden. Späteres Nachlackieren einzelner Teile ist enorm schwierig, eine Ganzlackierung wiederum sehr teuer.“ Wolff schwört eher auf traditionellen Glanz, wie seine Kunden ihn auch schätzen.

Irgendwo wird in dieser Firma immer etwas neu geschaffen, jetzt zum Beispiel ein eigenes kleines Blockheizkraftwerk, das auch Strom erzeugt. Er habe nicht selten einen Zwölf-Stunden-Berufsalltag, räumt Thomas Wolff ein, doch es mache einfach Spaß, diesen Betrieb zu führen. Zwei Auszubildende gehören ebenfalls zum Team.

Für Hobbys, so der Chef, bleibe ihm nur wenig Zeit. Nur zweimal im Jahr mit seiner Frau und den beiden Kindern in den Wintersport zu fahren, das gönne er sich seit langem: „Immer zu Weihnachten und zu Ostern sind wir eine Woche unterwegs.“



Serie

Wirtschaft vor Ort: Wir unternehmen was

Steckbrief der Firma
Firmenname: Autobetrieb Vorkamp GmbH und Co KG

Adresse: Industriestraße 3,

23 879 Mölln

Gegründet: 1969, seit 2006 unter

der jetzigen Leitung

Mitarbeiter: zwölf

Auszubildende: derzeit zwei

Norbert Dreessen

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