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Lauenburg Land trennt sich von Landessprachzentrum Wentorf
Lokales Lauenburg Land trennt sich von Landessprachzentrum Wentorf
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18:50 13.10.2017
Die Liegenschaft des ehemaligen Landesförderzentrums Hören und Sprache in Wentorf/Hmb. soll verkauft werden. Quelle: Marc von Kopylow
Wentorf b. Hmb./Kiel

Käufer sind das Ehepaar Anna-Julia und Rik Reinking. Wegen des erheblichen Werts von mehr als einer Million Euro war die Zustimmung des Schleswig-Holsteinischen Landtags erforderlich. „Ich bin froh, dass wir den langen Verkaufsprozess der Liegenschaft jetzt voraussichtlich erfolgreich abschließen können“, sagte Finanzministerin Monika Heinold in Kiel: „Das Land spart durch den Verkauf der Immobilie jährlich erhebliche Betriebskosten“, so Heinold weiter.

Die Liegenschaft in Landeseigentum steht seit Ende 2014 leer. Alle Gebäude – mit Ausnahme der 2011 errichteten Schule – und die Parkanlage sind als Kulturdenkmale eingestuft und stehen somit unter Denkmalschutz. Der von der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein zuletzt ermittelte Verkehrswert beträgt 3,95 Mio. Euro. Ein erstes Ausbietungsverfahren für das ausgewiesene Grundstück hatte im Jahr 2015 für eine wohnwirtschaftliche Verwendung ein Höchstgebot von 5,75 Mio. Euro ergeben.

Die vorgelegten Nutzungskonzepte erhielten in den Gemeindegremien jedoch keine Zustimmung. Vom Herbst 2015 bis Ende 2016 ist die Liegenschaft für die Unterbringung von Asylbewerbern genutzt worden. Im März 2017 gab es einen neuen Verkaufsanlauf. Das beim Land übliche dreistufige Gebotsverfahren wurde aufgrund des geringen Interesses bereits nach der zweiten Gebotsrunde beendet. Es wurden zwei Kaufpreisgebote in Höhe von 2,11 und 2,35 Millionen Euro abgegeben. Das höchste Gebot erhielt den Zuschlag. Durch die Veräußerung werden Bewirtschaftungskosten in Höhe von rund 305.000 Euro jährlich plus erhebliche Bauunterhaltungskosten eingespart.

Kritik übte indes die AfD. Hier werde „Tafelsilber“ unter Wert verramscht, was auch der Rechnungshof moniere.

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