Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Land unter nach Rohrbruch
Lokales Lauenburg Land unter nach Rohrbruch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:51 01.08.2017
Die Feuerwehr war im Einsatz, um mehr als 450 Kubikmeter Wasser aus den Kellern von drei Mehrfamilienhäusern abzupumpen. Quelle: Timo Jann
Anzeige
Geesthacht

In der gesamten Oberstadt gab es längere Zeit einen Druckabfall, der das Leitungswasser aus den Wasserhähnen nicht wie gewohnt sprudeln ließ.

Gegen 12 Uhr hatten Anwohner über den Notruf die Feuerwehr angefordert. Da stand das trübe Wasser im Keller des Wohnblocks Wandbeker Ring 16-20 bereits eineinhalb Meter hoch. Und die braune Brühe strömte weiter durch das Viertel und floss von der Elim-Gemeinde bergab in Richtung Hansastraße. Erst Mitarbeitern der ebenfalls informierten Stadtwerke gelang es, den betroffenen Rohrabschnitt abzuschiebern, so dass der Wasserfluss gestoppt werden konnte.

„Wir hatten bereits ab etwa 11.20 Uhr einen Druckabfall in der Oberstadt registriert. Wir konnten von einem Rohrbruch ausgehen, ihn aber zunächst nicht lokalisieren und waren auf Hinweise unserer Kunden angewiesen“, erklärte Frank Schumacher, technischer Leiter der Stadtwerke. „Von dem Bruch ist eine 15 Zentimeter starke ältere Leitung aus Asbestzement betroffen.“ Genau das bruchanfällige Material, wegen dem die Stadtwerke bereits vor Jahren ein Erneuerungsprogramm gestartet hatten. Doch noch sind die auf zehn Jahre ausgelegten Bauarbeiten im Stadtgebiet nicht abgeschlossen, obwohl jährlich zwei Millionen Euro in die Erneuerung des Trinkwassernetzes investiert werden. Besonders ärgerlich: Nur weniger Meter von der aktuellen Bruchstelle entfernt war das Rohr bereits schon einmal gebrochen. Auch damals flutete ausströmendes Wasser die angrenzenden Häuser, deren Keller jetzt erneut überschwemmt wurden.

„Das Problem an dieser Stelle ist, dass der Gehweg, unter dem sich das entsprechende Rohr befindet, ein Gefälle hat und das Wasser deshalb gezielt in Richtung der betroffenen Häuser fließt“, sagte Jörg Obermüller, Gruppenführer der Feuerwehr. 20 Feuerwehrleute waren längere Zeit im Einsatz, um mit einer Tragkraftspritze (fürs Grobe) und einer Schmutzwasserpumpe (für den Rest) das Wasser abzupumpen.

Der Objektbetreuer der Wohnungsgesellschaft Vonovia, die die weiterhin bewohnten Mehrfamilienhäuser gerade energetisch sanieren lässt, kümmerte sich vor Ort um alles weitere. Der Notdienst der Stadtwerke und eine Rohrleitungsfirma sorgten dafür, dass die Versorgung mit Trinkwasser wieder hergestellt wurde.
Timo Jann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige