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Lauenburg Lange Haftstrafen für Edeka-Erpresser
Lokales Lauenburg Lange Haftstrafen für Edeka-Erpresser
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12:27 01.12.2018
Das Kieler Landgericht hat die Schwarzenbeker Edeka-Erpresser in einem neu aufgerollten Prozess zu langen Haftstrafen verurteilt. Quelle: Patrick Nawe
Schwarzenbek/Segeberg

Nachdem der Bundesgerichtshof ihre erste Verurteilung vom Januar 2017 wegen Zweifeln an der Beweisführung aufgehoben hatte, hofften die Edeka-Räuber auf einen Freispruch. Doch auch nach der zweiten Beweisaufnahme war das Kieler Landgericht von der Schuld der Männer aus Bad Segeberg überzeugt: Wie ihre Vorgänger (1. Strafkammer) verurteilte die 10. Strafkammer das Duo gestern zu langen Haftstrafen.

Demnach muss der Hauptangeklagte (30) wegen erpresserischen Menschenraubes, besonders schweren Raubes und Verabredung zu einem besonders schweren Verbrechen für acht Jahre und drei Monate hinter Gitter. Sein Komplize (24) wurde wegen Beihilfe zu drei Jahren und neun Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Im Strafmaß folgte das Gericht den Anträgen der Staatsanwaltschaft.

Ganze sieben Minuten benötigte der Vorsitzende Ralph Jacobsen für die Urteilsbegründung. Nach seinen Worten ist die Kammer überzeugt, dass die brutale Entführung eines Edeka-Marktleiters aus Schwarzenbek (Kreis Herzogtum Lauenburg) an Weihnachten 2015 auf das Konto der Angeklagten ging.

Die maskierten Täter rissen den Marktleiter nachts in seinem Haus aus dem Schlaf, bedrohten ihn und verschleppten ihn gefesselt im Pkw zum Supermarkt. Dort musste der Gekidnappte die Alarmanlage abstellen und den Tresor öffnen. Die Beute, 60 000 Euro, müssen die Angeklagten laut Urteil zurückerstatten.

Thomas Geyer

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