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Lauenburg Langenlehstens gefiederter Neubürger
Lokales Lauenburg Langenlehstens gefiederter Neubürger
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00:00 20.10.2012
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Herzogtum Lauenburg

Langenlehsten – Ein gemütliches Dorf, dieses Langenlehsten. Ein bisschen lang vielleicht für seine Größe. Mit seinen gut zwei Kilometern Länge macht der Ort dem Begriff Straßendorf alle Ehre. Langenlehsten ist eine der über 130 lauenburgischen Gemeinden, wo die Menschen meist recht zufrieden vor sich hinleben und nicht all zu viele Sensationen das Tagesgeschehen aufrütteln. Doch seit gut drei Wochen ist an Langenlehsten etwas anders als in anderen Gemeinden: Hier lebt ein Pfau – wild, für sich und ganz selbstbestimmt.Christine Müller wohnt am Anfang des Ortes, von Norden aus gesehen. Sie entdeckte das ungewöhnliche Tier als eine der ersten. Nicht nur einmal, immer wieder tauchte der Laufvogel auf ihrem Grundstück auf und schaute sich neugierig um. Natürlich sucht er Futter. Er, das lässt sich mit Bestimmtheit sagen, denn es handelt sich zweifelsfrei um einen prächtigen Hahn mit leuchtendem Blauschimmer im Gefieder und einem kleinen Krönchen auf dem Haupt. Der Langenlehstener Hahn scheint ein wahrer „lonesome Cowboy“ zu sein. Ein echter Haudegen, der die Gefangenschaft wo auch immer wohl schon lange satt hatte und eines Morgens den Entschluss gefasst hat: Woanders kann es auch nicht schlimmer sein als hier. So kam der Pfau nach Langenlehsten.Christine Müller schreibt den LN: „Der Vogel hat hier wohl sein Quartier bezogen. Morgens erwartet er mich schon vor der Haustür und lebt von Katzen- und Hamsterfutter.“ Die Tierfreundin macht sich aber auch Sorgen. Den Winter könnte der stolze Vogel vielleicht nicht überleben, fürchtet sie und hat deshalb auch schon bei Tierärzten, bei der Kurverwaltung Mölln und im Tierpark Krützen um Rat gefragt, was man mit dem Tier tun könnte. Doch niemand habe helfen können oder gewusst, wo ein Pfau vermisst werde.In der Nachbarschaft gibt es aber nicht nur Freude über den gefiederten Neubürger. Eine alte Dame berichtet, ihr Sohn habe bereits das Auto mit Netzen geschützt, da der Pfau gern mal auf das Dach flattere, wohl wegen der Aussicht. Dummerweise ritze das Großhuhn dabei mit seinen Krallen schnell mal deutliche Kratzer in den Lack. Die LN haben sich umgehört und erfuhren im Schloss Wotersen, dort würden einige Pfauen gehalten – freilebend, aber treu. In Folge einer wohl etwas unruhigen Hundeausstellung vor etwa vier Wochen sei ein Hahn verschwunden, berichtet die Gutsverwalterin Barbara Gaedeke. Aber den kenne sie, der würde keine Autodächer entern . . .

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