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Lauenburg Lankau: Betrunken ohne Führerschein mit Motorrad gegen Mauer
Lokales Lauenburg Lankau: Betrunken ohne Führerschein mit Motorrad gegen Mauer
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11:05 08.01.2013
Egal ob für die Besatzung des Notarzt-, des Rettungs- oder die des Streifenwagens, die Geschichte war für keinen der vor Ort anwesenden Helfer glaubwürdig. Quelle: Christian Nimtz

Der 31-Jährige feierte mit ein paar Kumpels in Lankau. Gegen 20.15 Uhr kam der vermutlich führerscheinlose und betrunkene junge Mann im Kreuzungsbereich Gretenberger Straße/Seeweg mit Motorrad von der Straße ab und prallte in eine angrenzende Steinmauer. Zeugen, die den Mann beobachtet hatten, verständigten sofort die Rettungsleitstelle.

Als die alarmierten Rettungskräfte sowie eine Ratzeburger Streifenwagenbesatzung eintraf, lag lediglich der schwer verletzte 31-Jährige neben der kaputten Steinmauer auf dem Gehweg. Sein Bruder sowie ein Freund standen neben ihm.

"Als die Polizeibeamten sich nach dem Unfallhergang erkundigten, antworteten die Männer, dass der verletzte junge Mann mit einem Waveboard (einer moderneren Art von Skateboard) gegen die Steinmauer gerast sein soll", sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.

Vom angeblich benutzten Wavebord, fehlte jedoch jede Spur. Sichtbar war allerdings ein großer Ölfleck auf der Straße. Auch zwei aus der Mauer gefallene Steine, was der Verunglückte laut der Angaben der Freunde mit dem Oberkörper verursacht haben soll, vielen den Polizisten ins Auge.

Der 31-Jährige hatte zudem im Rettungswagen auf Nachfragen zugegeben, mehrere Bier getrunken zu haben. Ein Atemsalkoholtest konnte aufgrund der bereits verabreichten Medikamente nicht mehr gemacht werden. Der 31-Jährige kam unter anderen mit einer vermutlich gebrochenen Kniescheibe und weiteren Verletzungen in die Lübecker Universitätsklinik. Dort wurde auch die Blutprobenentnahme angeordnet.

"Einen Wert haben wir aber noch nicht vorliegen", sagte ein Leitstellensprecher am Sonntag. Vermutlich besaß der Verunglückte gar keine Fahrerlaubnis und die Geschichte mit dem Waveboard sei eine Notlüge.

"Die Ermittlungen laufen noch", so der Polizeibeamte weiter.

Weil der Streifenwagenbesatzung sowie dem Notarzt die Geschichte sehr unglaubwürdig vorkam und zudem mit dem vorhandenen Verletzungsmuster nicht übereinstimmte, suchten die Ratzeburger Polizisten nach dem Motorrad in der Gemeinde. "Kurze Zeit später entdeckten die Beamten die kaputte Maschine einige Straßen weiter", berichtet der Polizeisprecher. Die weiteren Ermittlungen sind nun eingeleitet.

Christian Nimtz

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