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Laster prallt ins Stauende

Hornbek Laster prallt ins Stauende

Ein Trucker ringt um sein Leben, weil er auf der A 24 bei Hornbek mit dem Lkw in einen anderen krachte.

Laster in der Böschung: Obwohl die Feuerwehrleute die Fahrbahn gefegt haben, muss die Betonpiste noch von einer Spezialfirma gereinigt werden.

Hornbek. Ein 43-jähriger Lkw-Fahrer aus Berlin ist am Montagmittag auf der Autobahn 24 lebensgefährlich verletzt worden. Der Trucker hatte nach ersten Erkenntnissen der Polizei ein Stauende übersehen und war mit seinem Laster nahezu ungebremst auf einen anderen Lkw am Stauende aufgefahren. Der Mann sei von den Ärzten im Unfallkrankenhaus Boberg operiert und in ein künstliches Koma versetzt worden, teilte Polizeisprecher Holger Meier mit. Nach Angaben der Ärzte werde der Trucker den Unfall trotz seiner schweren Verletzungen wohl überleben, so Meier weiter.

LN-Bild

Ein Trucker ringt um sein Leben, weil er auf der A 24 bei Hornbek mit dem Lkw in einen anderen krachte.

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Wegen einer Tagesbaustelle, bei der gerade Markierungsarbeiten auf der A 24 in beiden Richtungen stattfinden, steht den Autofahrern derzeit nur eine Fahrspur je Richtung zur Verfügung. Auf der Richtungsfahrbahn Berlin kam es daher zu einer Staubildung, die der Berliner offenbar nicht bemerkte.

43-Jährige fuhr zunächst auf einen anderen Lkw auf, der mit drei Tonnen Lebensmitteln beladen war. Den Laster schob er zunächst in die Mittelschutzplanke. Von dort aus prallte er mit seinem Truck zurück und landete rechts der Autobahn in der Böschung. Der 60-jährige Fahrer des vorderen Lasters aus der Nähe von Gadebusch blieb bei dem Unfall unverletzt. Sein Kühllaster hingegen wurde im Frontbereich erheblich und auch im Heck sowie an den Seitenwänden beschädigt.

Nur wenige Meter dahinter schlug der Unfallverursacher mit seinem Lastwagen mit Anhänger in der Böschung ein. Sein Lkw wurde durch den Aufprall auf den anderen Lastwagen und den Einschlag in der Böschung so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass der Fahrer zunächst in seinem Führerhaus eingeklemmt war. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Talkau benötigten eine gute halbe Stunde, ehe sie den Mann mit hydraulischem Rettungsgerät befreien konnten.

Die Rettung gestaltete sich zunächst schwierig, weil die Fahrerkabine extrem zusammengedrückt und der Patient etwas fülliger war. Fabian Walheim, Einsatzleiter der Feuerwehr, sagte: „Der Mann hat mehrere Verletzungen, die jede für sich schon lebensbedrohlich sein würden.“ Mit diesem Polytrauma sei der Trucker zunächst im Rettungswagen behandelt und anschließend mit dem Rettungshubschrauber Christoph Hansa in das Unfallkrankenhaus nach Boberg geflogen worden.

Unterdessen wurde ein Feuerwehrfahrzeug der Schwarzenbeker Wehr, die ebenso wie die Kameraden der Feuerwehr Elmenhorst mit im Einsatz war, in die entgegengesetzte Richtung zur Anschlussstelle Talkau beordert. Dort stand ein Viehtransporter im Stau, der keine eigene Kühlung hatte. Gemeinsam mit der Polizei wurde der Transporter etwa 100 Meter zurück zur Anschlussstelle Talkau geleitet, um dort die Autobahn verlassen und seine Fahrt fortsetzen zu können.

Das allerdings wurde erst möglich, weil die Polizeibeamten die Abfahrt Talkau auf der Richtungsfahrbahn Berlin wieder geöffnet hatten und den Verkehr über die Bundesstraße 207 in Richtung Breitenfelde ableiteten. Eigentlich war dort gesperrt, weil seit Montag die Asphaltierungsarbeiten an der Fahrbahn von der AS Talkau in Richtung Elmenhorst beginnen sollten.

Einige Autofahrer nutzten wie immer nicht die Ausschilderung der Umleitungsstrecke, sondern fuhren per Navigationsgerät zur Anschlussstelle nach Hornbek, um dort wieder auf die Autobahn zu gelangen und gleich wieder im Stau zu stehen. Die Tagesbaustelle war inzwischen weitergezogen. Dadurch kam es auch auf der Strecke über Tramm zur Landesstraße 200 und weiter nach Hornbek zu deutlich erhöhtem Verkehrsaufkommen und Staus an der Einmündung zur L 200 in Woltersdorf.

Nach der Unfallaufnahme wurde der Verkehr zunächst einspurig an der Unfallstelle vorbei geleitet. Später wurde die Autobahn 24 in Richtung Berlin zur Bergung der beiden Lkw wieder gesperrt. Gegen 17 Uhr dauerte die Bergung des zweiten Lasters noch immer an. Weil anschließend auch noch die Fahrbahn durch eine Spezialfirma gereinigt werden musste, konnte die Leitstelle der Polizei in Lübeck nicht sagen, wann die Autobahn wieder freigegeben wird.

Jens Burmester

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