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Lauenburg Lauenburg: Ärger um Schaufelrad — Rechnung offen
Lokales Lauenburg Lauenburg: Ärger um Schaufelrad — Rechnung offen
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21:19 30.08.2013
Das 3,9 Meter hohe Schaufelrad steht noch in der Südhalle der Hitzler-Werft. Es soll in die Altstadt. Foto/hfr: Wolf von Kleist

Welch ein Durcheinander: Die Hitzler Werft mahnt beim Verein Pro Lauenburg eine Rechnung an, die laut des Vorsitzenden Wolf von Kleist nie angekommen ist. Und dass überhaupt Miete für die Unterbringung eines historischen Schaufelrades zu zahlen ist, war dem Verein auch nicht so richtig klar. Es geht um eine Summe von 1500 Euro plus Mehrwertsteuer. Nun will die Stadt vermitteln.

Wolf von Kleist, der vor einigen Wochen aus persönlichen Gründen Lauenburg verlassen hat, aber bereits an einer Rückkehr in seine „Heimat“ arbeitet, bezeichnet das Ganze als „Affentheater“. Folgendes war passiert: Das vier Meter hohe, historische Schaufelrad, das eigentlich schon lange aus touristischen Gründen auf dem Lösch- und Ladeplatz stehen sollte, wurde vom Verein Pro Lauenburg in einer Halle der Hitzler-Werft deponiert. „Von Mietkosten haben wir nichts gewusst“, sagt von Kleist. Da auch die Hitzler-Halle während des Hochwassers überflutet war, kam es zu Schäden am Schaufelrad, und es war ein neuer Korrosionsschutz fällig. Da der Verein Pro Lauenburg klein ist und vieles unter den Vorstandsmitgliedern auf Zuruf oder in eigener Regie abgewickelt wird, hatte der stellvertretende Vorsitzende Wilhelm Bischoff den Auftrag für den Korrosionsschutz erteilt — ohne Rücksprache. „Es gab wohl Kommunikationsprobleme“, räumte Bischoff ein.

Nun möchte von Kleist die Rechnung gern bezahlen — wenn er sie denn hätte. „Ich habe bis heute nichts vorliegen, kann doch nicht einfach ohne Rücksprache mit dem Vorstand eine Überweisung tätigen.

Dass die Summe bezahlt werden muss, ist doch keine Frage.“ Inzwischen hat sich auch Bauamtsleiter Reinhard Nieberg eingeschaltet und in einer Sitzung des Tourismusausschuss‘ mitgeteilt, dass er sich kümmern werde. Das bedeute aber nicht, dass die Stadt die Rechnung begleichen werde, betonte Nieberg auf Nachfrage der LN.

Das Thema wird wohl noch einmal auf der vermutlich letzten Sitzung des Vereins Pro Lauenburg erörtert werden. Der Verein steht mangels Mitgliedern vor der Auflösung. Am Donnerstag, 19. September, treffen sich die verbliebenen Pro Lauenburger um 19 Uhr im Restaurant Ponte Vecchio in Lauenburg, Reeperbahn. Dann geht es auch um die Vereinskasse. Laut von Kleist befinden sich noch rund 4180 Euro auf dem Konto. Die Summe, abzüglich der Hitzler-Rechnung, werde bei Auflösung des Vereins an die Stadt Lauenburg gehen. „Ich habe juristisch korrekt gehandelt“, sagt von Kleist, der nach einem kurzen Zwischenstop in Niedersachsen bereits wieder auf Wohnungssuche in Lauenburg ist. Diesmal solle es in die Oberstadt gehen, so der ehemalige Bewohner der alten Rathsapotheke in der Elbstraße.

Silke Geercken

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