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Lauenburg Lauenburg: Studenten erstellen Evakuierungsplan
Lokales Lauenburg Lauenburg: Studenten erstellen Evakuierungsplan
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21:30 20.10.2017

Jörg Baumann und Alexandra Homann sind Studenten der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg (Berliner Tor). Die beiden jungen Leute arbeiten seit September in der Lauenburger Stadtverwaltung mit. Zwanzig Wochen haben die beiden Zeit, ihre Semesterarbeit abzuschließen und Vorschläge für eine bessere Koordination im Falle eines erneuten Hochwassers zu unterbreiten.

Jörg Baumann und Alexandra Homann wurden unter mehreren Bewerbern für diese Aufgabe ausgesucht. Beide sind im sechsten Semester des Studiengangs für Rettungsingenieurwesen. Alexandra Homann (30) macht das Studium im Rahmen ihrer Offiziersausbildung. Sie ging nach dem Abitur zur Bundeswehr, machte dort eine Ausbildung zur Rettungsassistentin. Jörg Baumann (30) ist ausgebildeter Rettungssanitäter. Er war zehn Jahre bei der Bundeswehr. Das Studium ist Start in das zivile Berufsleben.

„Unsere beiden Praktikanten bringen einen guten Hintergrund für die vor ihnen liegende Aufgabe mit“, sagt Christian Asboe, stellvertretender Bauamtsleiter in der Stadtverwaltung. Zurzeit sind die beiden Dreißigjährigen damit beschäftigt, Unterlagen über das Hochwasser in 2013 zu sichten. Auch Kontakte zur Feuerwehr und zum Technischen Hilfswerk müssen hergestellt werden. Im Evakuierungsplan soll dann festgelegt werden, wann, wo und in welcher Reihenfolge die Bürger evakuiert werden sollen.

Hintergrund der Studie: Beim vergangenen Hochwasser im Juni 2013 gab es viel Kritik unter den Altstadt-Bewohnern. Die Entscheidung der Stadt, ihre Häuser zu räumen, sei übereilt gewesen. Mancher Schaden an den Häusern hätte vermieden werden können, meinten die betroffenen Altstadtbewohner.

Bei der Flut im Juni 2013 war die Elbe auf 9,64 Meter angestiegen. Anfang 2016 hatten Amtsleiter Nieberg und Feuerwehrchef Lars Heuer erklärt, dass eine Evakuierung künftig beim Pegelstand von 9,40 Meter erfolgen solle. Die Mitglieder der Betroffenengemeinschaft in Lauenburg sollen ebenfalls mit ins Boot geholt werden, um als Multiplikatoren in der Altstadt zu arbeiten.

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