Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Lauenburg macht Druck für Umgehung
Lokales Lauenburg Lauenburg macht Druck für Umgehung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:16 10.09.2013
Niklas Fischer (LWG): „Ist an der Zeit, ein breites Signal zu senden.“ Quelle: Foto: tja

Wie in der vergangenen Wahlperiode ziehen Lauenburgs Politiker auch nach der Kommunalwahl an einem Strang. Einstimmig beschlossen die Stadtvertreter zuletzt, im Bauausschuss eine Resolution zu erarbeiten, mit der Lauenburg auf den dringenden Bedarf für eine Umgehungsstraße im Zuge der B 209 aufmerksam macht. Im Bau- und Planungsausschuss wurde eine Entscheidung jedoch in den Oktober vertagt. Um komplette Einigkeit zu erzielen, wollen die Fraktionen noch einmal intern über die Ortsumgehung beraten. Der Bauausschuss berät am 14. Oktober erneut, in der Stadtvertretung ist die Umgehung dann am 23. Oktober auf der Tagesordnung.

„Wir haben die Entscheidung vertagt, weil die Fraktionen auf Einstimmigkeit Wert legen“, erklärte Bauamtsleiter Reinhard Nieberg. Die Fraktionen wollten erneut intern beraten. Ein älteres Gutachten zu einem ähnlichen Thema lag am Montag vor. Jedoch war es einigen Ausschussmitgliedern nicht deutlich genug.

Niklas Fischer (LWG) hatte das Thema wieder in das Gremium eingebracht. Er schilderte die „unhaltbare Verkehrssituation“ im Bereich der Hafenstraße. 18 000 Fahrzeuge innerhalb von 24 Stunden, darunter 18,5 Prozent Schwerlastanteil, würden dort die Anwohner belasten, so Fischer. „Ohne nachhaltigen Erfolg“, so Fischer, sei man an dem Thema Entlastung für die Hafenstraße schon dran. Er fordert jetzt, die B 209 von der Westseite des Kanals an das Ostufer zu verlegen — durch das Industriegebiet.

Die Verkehrsführung könnten dann von der B 5 über vorhandene Straßen durch das Industriegebiet führen und in Höhe des Bahnhofs wieder an die B 209 anschließen. Knackpunkt: Die Bahntrasse zwischen Lüneburg und Lübeck müsste gequert werden. Mit einer Länge von nur gut 1,5 Kilometern wäre aber der Kosten-Nutzen-Faktor des Vorhabens extrem positiv. Bereits in den 80er Jahren, erinnerte sich Bürgervorsteher Bernd Dittmer (SPD), habe man in Lauenburg über Ortsumgehungen debattiert.

Das „Bürgeraktionsbündnis Lauenburg reicht‘s“ (BAB) hatte diese Straßenführung bereits ins Gespräch gebracht. Bisher ohne Erfolg. Nun will die Politik diese Forderung stützen. „Es ist wichtig, dass wir dazu mit einer Stimme sprechen“, mahnte Jens Meyer (SPD) Einigkeit der Stadtvertreter an. Deshalb soll der Bauausschuss die Resolution erarbeiten. „Das wäre eine schöne Lösung zur Entlastung der Anwohner der Hafenstraße“, stimmt Katharine Bunzel (Grüne) der B 209-Umgehung zu.

Bunzel sagt aber auch deutlich, dass es eine Verlegung der B 5 nach Norden mit ihr nicht geben werde. André Peylo (SPD) fürchtet Probleme wegen des FFH-Schutzgebietes für die Brenndolde in den Söllerwiesen.

Timo Jann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Frank Schmeil führt private und berufliche Gründe an.

10.09.2013

Schweres Gerät ist gestern an der Baustelle „Südliche Sammelstraße" in Ratzeburg platziert worden.

10.09.2013

Sonnabend, 14. September

Mölln, Bücherflohmarkt, Internationale Begegnungsstätte Mölln im Lohgerbergang, ...

10.09.2013
Anzeige