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14:38 29.09.2018
Standort des neuen Hotels: Der Fürstengarten in Lauenburg aus. der Luft. Quelle: FOTO: Holger Marohn
Lauenburg

Das lang ersehnte Hotel im Lauenburger Fürstengarten kann gebaut werden. Einstimmig haben die Stadtvertreter am Mittwochabend, 25. September, die Satzung für den Bebauungsplan verabschiedet. „Wir können froh sein, dass wir diesen Satzungsbeschluss jetzt endlich einstimmig beschlossen haben“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Christian Stockfisch. Immerhin habe das gesamte Bauleitverfahren dreieinhalb Jahre gedauert. „Ich begrüße, dass der Investor so lange stillgehalten hat. Ich bin jetzt gespannt auf das, was der Investor geplant hat“, sagte Stockfisch.

Bereits vor sechseinhalb Jahren, im März 2012, hatte der Hamburger Projektentwickler Gert Prantner den Bau eines modernen Hotels mit 120 Zimmern samt öffentlichem Gesundheitszentrum sowie modernen Veranstaltungs- und Tagungsräumen im Rahmen der Zukunftswerkstatt für die Lauenburger Oberstadt vorgestellt. Rund 20 Millionen Euro sollten investiert werden und 60 Arbeitsplätze entstehen. „Wenn wir so zügig wie bisher weiter machen, könnte das Haus 2014 öffnen. Die offenen Gespräche hier in Lauenburg haben mich begeistert“, erklärte Prantner damals. „Wir wollen das Hotel hier bauen, und ich bin überzeugt, es wird ein Erfolg.“

Doch die als „Paukenschlag“ bezeichnete Ankündigung verhallte zunächst. Mitte 2013 wurde der anvisierte Eröffnungstermin auf Sommer 2016 verschoben. Dann sprang Projektentwickler Prantner der chinesische Investor Chen ab. Der gleiche Mann, der damals auch den Flughafen Lübeck übernommen hatte. Auch Lauenburgs Bürgermeister Andreas Thiede ging auf Distanz zu Chen. Es sei eine Katastrophe gewesen, als Yongqiang Chen als Investor für das geplante Hotel ausfiel, ließ Thiede damals verlauten. Gert Prantner erklärte, dass er noch nie so viele Schwierigkeiten gehabt hätte wie in Lauenburg.

Im September 2015 musste Prantner schließlich einräumen, dass er „noch nie so viele Schwierigkeiten gehabt hätte wie in Lauenburg“. Er habe aber nie daran gezweifelt, dass das Hotel gebaut werden könne. Ein neuer Investor sei bereits gefunden, die Finanzierung sei sicher. „Ich sichere zu, dass das Hotel kommen wird“, sagte Prantner vor drei Jahren. Wer sein neuer Partner ist, verriet er damals nicht. Auch wollte sich der Planer nicht auf eine Zeitschiene für die Hoteleröffnung festlegen.

Ein Jahr später im Juni 2016 gab es erneut Zuversicht in Lauenburg. Zumindest bei Bürgermeister Thiede, der im November zur Wiederwahl kandidierte. Noch vorher, davon sei er überzeugt, werde der Bau des geplanten Hotels im Fürstengarten starten. „Wir befinden uns jetzt voll im laufenden Bebauungsplanverfahren, mussten aber wegen Änderungen in der Zuständigkeit des Denkmalschutzes noch eine Ehrenrunde mit komplett neuer Planung drehen“, sagte Thiede vor gut zwei Jahren. Marcel Graff, der Geschäftsführer der „Hotel im Fürstengarten Projektgesellschaft mbH“ gab als Eröffnungstermin „Frühjahr oder Sommer 2018“ an. Dazu sei es wichtig, im Herbst (2016) mit dem Bau zu beginnen. Doch darauf wurde wie bekannt nichts.

Stattdessen entbrannte 2017 erneut eine Debatte um die Bebauung des Fürstengartens. Ein entsprechendes Grundstück hatte die Stadt inzwischen verkauft. Seit September 2018 ist nun klar: Auch der Bebauungsplan ist verabschiedet. Die letzte Hürde ist für Hotelentwickler Prantner damit genommen.

Prantner ist Gesellschafter der Firma RIMC International, die Hotelkonzepte für externe Investoren oder eigene Vorhaben zu entwickelt.

Holger Marohn

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