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21:38 17.11.2016
Frank Breckwoldt (3.v.r.) hatte eine Delegation aus Lauenburg bei sich in Hamburg. Dort stehen die Kunstwerke seiner 2013 verstorbenen Frau, die möglichst bald nach Lauenburg kommen sollen. Quelle: TIMO JANN

Die Empfangshalle und das parkähnliche Grundstück von Frank Breckwoldt in Hamburg geben einen kleinen Eindruck von dem, was Lauenburg im Stadtbild, in der geplanten neuen Stadtgalerie und im Hotel am Fürstengarten, das im kommenden Jahr gebaut werden soll, erwarten könnte: Eine großartige Sammlung toller Skulpturen, die die 1937 in Lauenburg geborene und 2013 verstorbene Künstlerin Edith Breckwoldt geschaffen hatte. Ihr Mann möchte gerne, dass diese Kunstwerke nach Lauenburg kommen – praktisch nach Hause.

Die Kunstsammlung in die Stadt zu holen, ist ein Baustein bei der Bewerbung um Fördermittel des Landes für Kunst und Tourismus, die Lauenburg im Oktober gestartet hat (die LN berichteten).

Damit sich Lauenburgs Politiker einen Eindruck von der gut 200 Stücke umfassenden Sammlung machen konnten, war Bürgermeister Andreas Thiede mit einer Delegation nach Hamburg gefahren. Mit dabei unter anderem Gerhard Pehmöller von der CDU, Jens Meyer von der SPD und Bürgervorsteher Bernd Dittmer. In Hamburg trafen sie sich auch mit Hotel-Entwickler Gert Prantner, der für die Idee Feuer und Flamme ist. Das im Hotel geplante Restaurant möchte er nach Edith Breckwoldt benennen, ihre Kunstwerke im Hotel präsentieren. „Es wird eine Perlenkette durch die ganze Stadt“, schwärmt Prantner. Diese Chance dürfe man sich nicht entgehen lassen, sagte er. So sieht es auch Thiede. „Wir haben uns alle sehr eng zusammengefunden und können für Lauenburg etwas Großartiges leisten“, so der Bürgermeister.

Die mitgefahrenen Politiker waren durchweg überzeugt von dem Konzept. „Ich bin restlos begeistert. Es wäre ein absoluter Gewinn, diese Kunst in Lauenburg zugänglich zu machen“, sagt SPD-Fraktionschef Martin Scharnweber. „Es wäre eine große Freude, diese Kunst zurückzuholen. Es ist richtig, dass wir das versuchen“, sagt Pehmöller. „Der Fürstengarten würde zum Kunstgarten werden“, schaut Dittmer in die Zukunft. Zumal die Edith-Breckwoldt-Stiftung den Umzug und das Aufstellen der Skulpturen nach und in Lauenburg finanzieren würde. „Das Hotel wäre so etwas wie das Schaufenster für die Kunstwerke“, sagte Prantner.

„Es gilt jetzt zu hoffen, dass wir mit unserer Idee in die engere Wahl kommen“, erklärt Thiede. Dann könnte es eine Millionen-Förderung für die Stadt und die Entwicklung der Kunst geben. „Es ist ein tolles Gesamtkonzept, das Lauenburg hier mit dem Künstlerhaus entwickelt hat, und an dem wir uns sehr gerne beteiligen wollen“, so Breckwoldt. „Ich war lange nicht mehr in Lauenburg, bei meinen Besuchen jetzt habe ich aber die Aufbruchstimmung gespürt, die dort herrscht. Das ist klasse“, sagt er.

Stadt hofft auf Fördergeld

Das Konzept der Stadt Lauenburg in enger Zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus sieht vor, bis zu fünf Millionen Euro an Fördergeld zu bekommen. Damit sollen das Künstlerhaus erweitert und das Schloss saniert werden. In dem Zusammenhang soll auch die Sammlung von Frank Breckwoldt in die Stadt geholt und in den öffentlichen Raum integriert werden.

 Timo Jann

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