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Lauenburger wollen Flüchtlingszentrum

Lauenburg Lauenburger wollen Flüchtlingszentrum

Das zentrale Haus der Begegnung in Lauenburg wird bisher nur sporadisch genutzt. Das soll sich im kommenden Jahr ändern. Der ehrenamtliche Helferkreis wünscht sich mehr Raum für die Integrationsarbeit mit Flüchtlingen.

Die Bilder der Flüchtlingskinder vom Café International, das zweimal monatlich stattfindet, schmücken derzeit den leer wirkenden Raum.

Lauenburg.  Genaue Pläne hat die Stadt, der das Gebäude gehört, noch nicht geäußert. In der Verwaltung wird mit dem Gedanken gespielt, im kommenden Jahr dort zwei zusätzliche eigene Büros zu schaffen.

 

LN-Bild

Bürgeramtsleiter Thomas Burmester will mit Bedacht planen.

„Ab 2017 müssen wir zwei hauptamtliche Stellen für eine Gleichstellungs- und einen Behindertenbeauftragten schaffen. Dafür brauchen wir zwei neue Büros“, sagt Thomas Burmester, der Leiter des Lauenburger Bürgeramtes. „Sollten die Räume im Schloss nicht reichen, müssten hier welche eingerichtet werden“, sagt Burmester, im 70 Quadratmeter großen, hellen Saal des Hauses stehend. Der Raum wird über eine geräumige und offene Küche betreten. Er wurde an den ursprünglichen Altbau angebaut und bietet bisher Platz für das Café International, das zweimal im Monat Flüchtlinge und Lauenburger zum Austausch einlädt.

„Wir sind sehr glücklich, dass das Café dort stattfinden kann. Ich wünsche mir das weiterhin“, sagt Sabine Vogel, die Koordinatorin des ehrenamtlichen Helferkreises. Es gibt zur Nutzung des Hauses der Begegnung viele Ideen der ehrenamtlichen Helfer, wie Deutschkurse für Flüchtlinge, interkulturelle Kochabende und Konzerte von geflüchteten Musikern. Vor allem, weil das Haus zentral gelegen ist und die Wege zum Amt von dort nicht weit sind, wäre es ein perfekter Anlaufpunkt für Flüchtlinge, meint Sabine Vogel. „Auch unsere Sprachgruppe braucht einen Raum. Ich glaube, wir können das mit den neuen Verwaltungsbüros gut kombinieren“, sagt sie. Welche Pläne im kommenden Jahr umgesetzt werden, liegt nicht in ihrer Hand. Die Lauenburger Verwaltung bestimmt, hat dazu aber noch nichts Konkretes gesagt. „Wir wollen hier stärker Integration betreiben, müssen aber mit Bedacht rangehen“, sagt Thomas Burmester. Die Stadt vergebe keine Mietverträge. „Wir müssen im Blick haben, dass die Räume eventuell für andere Dinge gebraucht werden“, erklärt Burmester und meint, das Gebäude auch frei halten zu müssen, falls wieder kurzfristig Flüchtlingsströme nach Lauenburg kommen.

Im Erdgeschoss befinden sich vier, im ersten Stock fünf Räume mit je einer sanitären Anlage pro Etage. Ursprünglich war das Haus als Notunterkunft für Flüchtlinge gedacht, weshalb die Stadt für den Kauf im vergangenen Jahr ein verbilligtes Darlehen aus dem Bundesprogramm zur Förderung von Wohnraum für Flüchtlinge bekam, erklärt Burmester. Bewohnt wird das Gebäude derzeit nicht, könnte aber schnell mit Leben gefüllt werden. „Es gibt schon viele Ideen“, sagt Stadtjugendpflegerin Friederike Betge. Sie stellte die Wünsche aus dem Helferkreis auf dem vergangenen Lauenburger Runden Tisch Anfang November vor.

Der Lauenburger Helferkreis

In sieben Gruppen widmen sich derzeit etwa 25 Lauenburger der Integration von Flüchtlingen. Ab Januar wird Levinia Bimbasic die hauptamtliche Koordination der Gruppen übernehmen. Neben dem Café International gibt es Sprachkurse, eine Fahrradwerkstatt, Helfer für Behördengänge, Integrationsbegleiter, Hilfe zur aktuellen Lebensbewältigung und eine gerade entstehende offene Flüchtlingsarbeit in der alten Ratsapotheke.

Im Sinne eines Willkommenszentrums für Flüchtlinge wünschen sich die Helfer vormittags Raum für einen Alphabetisierungskurs, etwa vier mal pro Woche, und nachmittags eine Nutzung für Deutschkurse. Kochabende und Konzerte sollen den interkulturellen Austausch anregen. Die Helfer wollen, dass das Café International im Haus der Begegnung bleibt.

 Stefanie Ender

Reporter vor Ort

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