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Lauenburg Lauenburgische AfD will Beisitzer Fröhlich absetzen
Lokales Lauenburg Lauenburgische AfD will Beisitzer Fröhlich absetzen
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16:40 17.01.2019
Arnulf Fröhlich, hier im Foyer des Stormarner Kreistages, ist Vorsitzender der AfD-Fraktion im Stormarner Kreistag und Beisitzer im lauenburgischen Kreisvorstand. Quelle: Markus Carstens
Ratzeburg

Der AfD-Kreisvorstand Herzogtum Lauenburg geht auf Distanz zu seinem Mit-Vorstandsmitglied Arnulf Fröhlich. Für einen für Sonntag, 20. Januar, anberaumten außerordentlichen Kreisparteitag hat Kreisvorsitzender Hasso Füsslein einen Abwahlantrag gegen den im Stormarner Teil Köthels wohnenden Beisitzer Fröhlich gestellt. In Stormarner Kreistag ist Fröhlich Fraktionsvorsitzender der AfD.

Der Antrag fällt in eine Zeit, in der der Verfassungsschutz angekündigt hat, eine Beobachtung der AfD zu prüfen. Kreisvorsitzender Füsslein begründet seinen Abwahlantrag damit, dass sich Fröhlich „nicht ausreichend klar und eindeutig von Antisemitismus und Rassismus distanziert“. Fröhlich war 1990 Teilnehmer des Neonazi-Kongresses „Wahrheit macht frei“ und einer videotechnisch dokumentierten Feier von Neonazis im kleinen Kreis in München.

In den vergangenen Jahren haben mehrfach Treffen von Mitgliedern einer Dresdener Burschenschaft auf Fröhlichs Anwesen in Köthel stattgefunden. Nach Angaben von Teilnehmern handelt es sich dabei um die „Salamandria“, eine dem rechten Lager zuzurechnende Burschenschaft. Zu deren Mitgliedern zählt auch der Ex-Bundesvorsitzende der NPD-Nachwuchsorganisation Junge Nationalisten, Julian Monaco.

Außerdem war bei einer der Veranstaltungen, bei der es um das Thema Holocaustleugnung ging, nach Angaben eines Teilnehmers Werner Engelmann anwesend.

Auch Hasso Füsslein bestätigt, bei einer dieser Burschenschaftsveranstaltung dabei gewesen zu sein. „Die Einladung habe ich gerne angenommen, weil ich bis dato keine Burschenschaft kannte und es Bezüge zu meiner Studentenstadt Dresden gab. Wer namentlich zu dieser Burschenschaft gehörte, war mir nicht bekannt, und ich habe nach dem Treffen kein Bedürfnis verspürt, weitere Kontakte mit dem Verein zu unterhalten“, sagt Füsslein.

In einer früheren Version hatten wir Werner Engelmann als einen der wichtigsten Finanziers der Neuen Rechten bezeichnet. Allerdings handelt es sich dabei um Helmut Englmann. Letzterer war nicht anwesend. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

Holger Marohn

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