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Lauenburg Lauenburgische Bäume stehen Kopf auf der Opernbühne
Lokales Lauenburg Lauenburgische Bäume stehen Kopf auf der Opernbühne
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20:13 10.10.2016
Bühnenbildnerin Christin Schumann und Förster André Guiard mit einem von sechs Bäumen für die Bühnendeko der Oper. Quelle: Gabriele Kasdorff

Bühnenbildnerin Christin Schumann strahlte, als sie die prachtvollen Bäume im Wald in der Nähe des Gutes Hasenthal erblickte: „Henner Niemann hat uns spontan seine Unterstützung zugesagt, als er von unserem Projekt, einer Kooperation der Theaterakademie mit der Opera Stabile an der Staatsoper Hamburg hörte. Fürs Bühnenbild brauchen wir sechs Bäume.“

Der Leiter der Eigenbetriebe Kreisforsten bat Förster André Guiard um Unterstützung, dieser traf sich mit Schumann und beriet bei der Auswahl: „Da die Bäume über Kopf aufgehängt werden, halte ich die Buchen für weniger geeignet und würde eher Kiefern empfehlen“, riet er. Die Blätter der Buchen sind an der Unterseite heller und vermitteln so ein anderes Bild als in der Realität, Kiefern dagegen seien außerdem formstabiler. Eigentlich wollten die Künstler Bäume mit Blattwerk, Schumann überdachte jedoch die Argumente des Fachmannes. Und da die Vorstellungen von Künstlern ihre eigenen Wege gehen, wurde kurzerhand beschlossen, sowohl Buchen als auch Kiefern aufzuladen, um auf der Bühne zu entscheiden, welche Blätter oder Nadeln am ehesten den gewünschten Eindruck beim Zuschauer hinterlassen. Christine Schumann erklärend: „Die Bäume sollen eine Ebene zwischen Himmel und Erde, eine Welt zwischen Traum und Realität, symbolisieren. Darum werden sie über Kopf aufgehängt und beleuchtet, dürfen aber pro Stück nicht mehr als 80 Kilogramm wiegen.“

Sechs Bäume brauchen die Theaterstudenten für ihr Projekt, nach der Entscheidung ob Buche oder Kiefer, erhalten sie die restlichen drei von André Guiard. Ein großzügiger Beitrag der Kreisforsten Herzogtum Lauenburg zur Kunst im Großraum Hamburg, der zudem das Budget der Bühnenbildnerin nicht belastet und somit Raum für weitere Anschaffungen lässt.

Die Premiere von Henry Purcells „Even The Night Herself Is Here in Hamburg“ ist am 30. Oktober, weitere Vorstellungen am 31. Oktober, 1. und 2. November in der Opera Stabile der Staatsoper.

gak

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