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Lauenburg Lauenburgische Frauen zeigen sich am Weltfrauentag
Lokales Lauenburg Lauenburgische Frauen zeigen sich am Weltfrauentag
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22:16 07.03.2018
Treten für Frauenrechte ein: Dörte Kröplin (v. l., Vizepräsidentin Soroptimist RZ), Elke Hagenah (Kreisgleichstellungsbeauftragte), Silke Meyer (Leiterin Ev. Frauenwerk), Christine Nolze (Café Lydia), Jutta Gerstner (Soroptimist RZ) und Edelgard Jenner (Möllner Gleichstellungsbeauftragte). Quelle: Foto: Grombein
Ratzeburg

100 Jahre ist es her, seitdem in Deutschland das Wahlrecht für Frauen eingeführt wurde. Daran erinnert der heutige Weltfrauentag. Dabei steht Deutschland etwa im Vergleich mit der Schweiz gar nicht so schlecht da. Dort wurde das Frauenwahlrecht erst 1971 eingeführt.

Überall in Europa waren es mutige Frauen, die in einer von Männer dominierten Gesellschaft für ihre Rechte kämpften. „Frauen zeigt Euch“ heißt deshalb auch zurecht die Kampagne und die dazugehörige Veranstaltung der Frauen im Lauenburgischen, initiiert von Gleichstellungsbeauftragten und Evangelischem Frauenwerk.

Die LN wollen anlässlich des Weltfrauentages ab heute in einer Serie starke Frauen im Lauenburgischen vorstellen. Dabei handelt es sich nicht immer um Aktivistinnen. Menschen, die im Berufleben, für die Gesellschaft oder in der Politik Beachtliches leisten, stehen im Fokus. Ihr Wirken soll andere Frauen, denen die Familie oft einen Strich bei Karriere und Engagement durch die Rechnung macht, motivieren.

Denn Frauen werden 100 Jahre später noch immer benachteiligt. Trotz Verbesserungen sind sie noch immer verhältnismäßig wenig in Führungspositionen vertreten. Der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen ist in Deutschland so groß wie in fast keinem anderen EU-Land. Das sogenannte unbereinigte Verdienstgefälle lag in der Bundesrepublik 2016 bei 21,5 Prozent, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Höher war der Wert nur in Estland (25,3) und Tschechien (21,8).

Am kommenden Sonnabend ab 15 Uhr wollen die Lauenburgischen Frauen mit einer Ausstellung von 30 Künstlerinnen in der Ratzeburger Stadtkirche St. Petri für die Gleichberechtigung werben. Dazu gibt es ein reichhaltiges musikalisches und kulinarisches Angebot und viele Informationen.

Probleme von Frauen

Eine repräsentative Online-Studie, die in 27 Ländern vom Meinungsforschungsinstitut „Ipsos“ durchgeführt wurde, identifizierte global fünf Topthemen, mit denen Frauen konfrontiert werden:

Sexuelle Belästigung (32 Prozent), sexuelle Gewalt (28 Prozent), körperliche Gewalt (21 Prozent), häusliche Gewalt (20 Prozent) und ungleiche Bezahlung (19 Prozent). Die Befragten schätzten, dass 15 Prozent der Geschäftsführer (CEO) der 500 größten Unternehmen der Welt Frauen sind: Der tatsächliche Wert liegt bei nur 3 Prozent.

Imitatorin mimt Rockstars

Die Entertainerin und Imitatorin Ellen Obier lädt in das Musik-Café SmuX Geesthacht ein. Sie unterhält heute mit ihrer Musikrevue „Ich bin alle Frauen“ das Publikum an der Lichterfelder Straße 5. Tina Turner rockt die Bühne, Cher übt mit den Zuschauern den Shoop-Shoop-Song und Nana Mouskouri winkt mit den weißen Rosen aus Athen. Ellen Obier interpretiert außerdem Stars wie Nena, Shakira und Marlene Dietrich. Sie tut das mal überzogen, mal zum Verwechseln ähnlich. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr, Einlass ist von 18.30 Uhr an. Männer dürfen auch dabei sein. Der Eintritt ist frei.

Demokratiekonferenz

Im Rahmen einer Demokratiekonferenz mit Sektempfang und Imbiss heute laden die Gleichstellungsbeauftragte Friederike Betge und Sara Opitz vom Kreisjugendring interessierte Männer und Frauen in den Fürstengarten 29 in Lauenburg ein. Die Veranstaltung zum Internationalen Frauentag beginnt heute um 18 Uhr. Besprochen werden die Themen „Wer ist oder fühlt sich in Lauenburg benachteiligt, welche Ideen zu Information und Projekten gibt es, um Benachteiligung entgegenzuwirken?“ Musikalisch wird der Abend umrahmt von „Smalltownsnitch“, einer jungen Musikerin aus Lübeck.

fg

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